Der Gemüsegarten

Einige von euch erinnern sich vielleicht noch an die Anfänge des Gemüsegartens.
Im letzten Jahr wurden Hochbeete auf und wieder umgebaut, Gewächshäuser freigelegt und umgesetzt und viel geplant. Die holde Gärtnerin hat sich mächtig den süßen Arsch aufgerissen, sich alles selbst beigebracht und alles schön dokumentiert.
Sehr gerne würde ich jetzt auf die alten Beiträge verlinken, das geht aber nicht. Noch nicht, sage ich mit meinem grenzenlosen Optimismus und auch damit die Holde sich nicht noch mehr aufregt, gerade hat sie sich etwas beruhigt und ich höre nur ab und an noch ein leises Schnäuzen.
Aah, da kommt se… lasst euch nichts anmerken, sie führt euch jetzt durch den Gemüsegarten und erklärt euch alles gaaanz genau. Seid bloß nett, sonst heult die wieder.

Herzlich Willkommen im Gemüsegarten,
es ist viel passiert im Garten während des Blog Umzugs und ich versuche euch so gut wie möglich die Fortschritte der Pflanzen zu zeigen. Erinnert ihr euch, ich habe vieles eigenhändig ausgesät, Tomaten, Zuckerschoten, Amaranth, Pflücksalat.
Mehrjährige, wie die Erdbeeren und das Kräuterbeet wurden gepflegt und gegossen, wir erwarten übrigens immer noch dringend Regen.
Im Gewächshaus geht alles sehr gut voran, der Spinat ist dann doch endlich aufgegangen, längst verspeist und die Tomaten sind eingezogen.


Jetzt wohnen im Hochbeet 1 Coeur de Boeuf, die schon viele Blüten trägt, 2 San Marzano und Zuckertomaten, kleine Basilikumnachkömmlinge und die Süßkartoffel. Das kleine Walroß lag wochenlang in der Küche von Frau Monk und zog Wurzeln und erst als die ersten Blätter und Triebe entwickelt waren, kam die Süßkartoffel in die Erde. Ihr erinnert euch?

Im linken Beet stehen auch noch Tomaten. Berner Rosen und die gelbe Königin und den Rest, den kenne ich selbst nicht mehr, die kamen als ich sie längst aufgegeben habe, deshalb fehlen auch noch die Tomatenstäbe. Ins Pflanzloch der Tomaten habe ich ganz unten Hornspäne und eine handvoll Brennesselblätter untergemischt, für die spätere Nährstoffversorgung.

Die Kamille, eigentlich eine Diva, habe ich auch aus Samen gezogen und zwar leichter als gedacht. Minze und Kamille mögen sich nicht, seit ich das befolge und sie trenne klappt es auch mit den Nachbarn und sie sind sehr wuchsfreudig, wie man sieht.  Unter anderem ziehe ich gerade Kornblumen auf der Treppe vor aber das ist ein anderes Thema und sollte an anderer Stelle erzählt werden.

So, raus jetzt zu den Hoch- und Tiefbeeten. Das hintere bleibt im ganzen Jahr Kräuterbeet und darin sind Bergbohnenkraut, Salbei, Rosmarin, Lorbeer, Thymian und Dost, Oregano… irgendwie gar nicht richtig zu sehen.
Eeeey, hiergeblieben und zugehört!

Vorne links im Beet steht eine Reihe Dill, minus eine von den Schnecken geklaute Pflanze, daneben die mimimi Gurke. Mangold, vom Vorjahr übrig geblieben, ist geschossen und ich lasse ihn jetzt zur Blüte kommen. Nebenan steht die Zucchini die auch schon Blüten trägt und nochmal eine Reihe Schnittlauch. Alle vertragen sich gut miteinander und beeinflussen sich nicht negativ in ihrem Wachstum und haben ähnliche Ansprüche, das ist wirklich wichtig. Das Thema gute Nachbarn schlechte Nachbarn hatten wir hier ja schon häufiger ich hoffe ihr habt etwas davon behalten, ich wiederhole mich nur ungern.

Ohoh… merkt ihr was? Die Holde heult nicht mehr, die Holde geht zum Befehlston über, die holt sich ihre Gartenbeiträge garantiert wieder, denn sie hat eine Auto, eine Schaufel und einen Garten.

Dieses Hochbeet war das erste gebaute und das einzige das so geblieben ist. Die Erdbeeren stehen in voller Blüte, der Pflücksalat kann laufend geerntet werden, optimal für einen 2 Personen Haushalt. Ein Teil der Zuckerschoten blüht, der andere ist dem Sturm zum Opfer gefallen, das Geäst ist wohl doch nicht die optimale Lösung, es kann aber bis Anfang Juli nochmal nachgesät werden, das Gartenjahr ist noch jung.


Davor hängen in Balkonkästen Schnittlauch und Pflücksalat, saubere Sache, ohne bücken, die alte Gärtnerin kann ja nicht immer so wie sie denn gerne können würde.
Damit ihr auf dem laufenden bleibt werde ich die Fortschritte natürlich weiter dokumentieren, eventuelle Ernten an die Küche weiter geben und daraus entstehende Rezepte hier gemeinsam präsentieren. Einen Gesamtblick über den Garten würde es vielleicht geben, würde der Kerl mal endlich den Rasen mähen.

Soviel von der holden Gärtnerin, die schon längst wieder draußen die Hüften schwingt. Verzweifelt versucht sie seit Wochen mit internationalen Regentänzen den Regen zu locken. Selbst erfahrene Regentänzer wurden mir von einer lieben Leserin aus der Schweiz geschickt und waren nahezu erfolglos.

Ich hoffe es war nicht zu anstrengend und ihr konntet euch einen kleinen Überblick verschaffen oder erkennt sogar den ein oder anderen Zögling wieder?

Ein oberflächliches „Ihr seid aber groß geworden“, solltet ihr euch besser verkneifen, sagt die Alex

… dafür machen wir das, damit die groß werden… ruft die holde Gärtnerin sachlich, freundlich wie immer … laut.