Von Sinnen – Halbjahresabrechnung

Von Sinnen

Von Zeit zu Zeit, berichte ich von den 5 Sinnen, von den Dingen die ich sehe, höre rieche, taste und schmecke.
Leser der ersten Stunde erinnern sich sicher an sonntägliche Beiträge, im neuen Blogleben rechnen wir jedoch im Quartal ab.
Die Jahresabrechnung und die Quartalsabrechnung können gerne noch einmal nachgelesen werden, genau genommen hat sich aber auch gar nicht viel geändert. Zumindest nicht verbessert. Ganz sicher nicht verbessert.

Deshalb bin ich in Verzug, 23 Tage überfällig, denn das letzte Quartal gefiel mir ganz und gar nicht und die Hoffnung auf gute Nachrichten wollte nicht sterben, im Gegensatz zu all den anderen Toten. Ich betrauerte die Helden unserer Jugend, die nacheinander wegstarben und mir kam es vor, als hätte ich mich über all das schon mehrfach ausgelassen und löschte es.

Ich schrieb von Frauen, die jegliche Menschlichkeit und Loyalität unter ihrem Neid vergruben und missbrauchte Geschlechtsgenossinnen in den sozialen Medien verhöhnten, öffentlich. Ich löschte es und schrieb es noch mal und löschte es und schrieb es noch mal und löschte es und …

Doch es lässt mich nicht los. All das.

♦ gesehen …

habe ich diese Kommentare auf Facebook. Durchzogen von Dummheit, Neid, Hass und Angst sehe ich fortwährend die gleichen menschenverachtenden Reaktionen auf völlig unterschiedliche Themen. Meist haben ausgerechnet die Frauen, die ein Missbrauchsopfer auslachen und der Mitschuld bezichtigen Angst, selbst an der Bushaltestelle von einem Flüchtling vergewaltigt zu werden.
Nun könnte ich das alles ignorieren und mich gar nicht darum kümmern oder gar antworten.
Ja das könnte ich.
Irgendwann würden dann nur noch die sprechen, die Flüchtlinge direkt an der Grenze erschießen wollen.
Die, die der Meinung sind, Frauen hätten gefälligst mal grad den Arsch hinzuhalten, wenn sie einen Minirock tragen, die, die ein Nein laut hören müssen, hören und lesen plötzlich nirgends mehr ein Nein.

Zur Meinungsbildung einer Gesellschaft gehört es unbedingt dazu, andere Meinungen anzuhören, sich auseinanderzusetzen und faktisch zu überzeugen. Dummheit vertreiben durch Informationsaustausch. Ein hohes Gut. Wenn wir aus Bequemlichkeit nicht mehr gegen die bittere, braune Welle aus Gülle und Galle ansprechen, wird sie die Welt überschwemmen. Es werden wieder Mauern gebaut, es werden wieder Lager gebaut und es wird geschwiegen.

Der Unterschied besteht im Dürfen und Müssen. Schweigen müssen ist anders, siehste ein, ne?

♦ gehört …

„Wer hier in Deutschland leben will, soll sich anpassen und keine Verbrechen begehen, hier bei uns gab es in letzterWoche 2 Vergewaltigungen von Fremden, hab ich gehört. Das findest du gut?“
„Äääh. Nein.“
„Also.“

„Also was? Also… so langsam is gut. Wir kennen all die fiktiven Worst Case Szenarien und auch die, die tatsächlich passierten.

Und nu? Was machen wir denn nu? Fakt, es kommen sogar noch mehr, von denen, Menschen sind es, verständlicherweise kommen die. Wenn man sich die weltpolitische Lage anschaut, isses ja schon ziemlich peinlich noch immer überrascht zu sein. Über Zuwanderung, über kulturelle Unterschiede und Kriminalität, über psychisch traumatisierte Menschen und die daraus entstehenden Probleme. Darüber brauchen wir nicht reden. Wir müssen uns den Problemen stellen und die Menschen unterstützen, damit eben nicht das Schlechteste in ihnen hervorkommt, sondern das Beste.
Fuck, wie oft hätte ich in meinem Leben gern zur Axt gegriffen. Zum Glück hat es nie gereicht um komplett durchzudrehen. Meine Verletzungen gingen nur bis tief ins Mark, nicht darüber hinaus. Aber wer weiß, was Krieg, eine Flucht … was das aus einem macht?

Und du, schon Urlaubspläne? Türkei, wie jedes Jahr? Nicht, nä? Na du kannst es dir ja aussuchen …

gerochen …

Natur

Ständig, immer nur bin ich von Natur umgeben und dafür bin ich unglaublich dankbar. Jedoch, auch unser Dach und unsere Regenrinnen sind ständig von Natur umgeben und leiten von Zeit zu Zeit das Wasser direkt ins Haus, ohne den Umweg in die Zisterne zu nehmen. Und es gab viel Wasser. Seeehr viel Wasser. Schnelles Wasser. Erwähnte ich schon, dass ich aus Faulheit, in weiser Voraussicht noch immer nicht gestrichen habe?
Die Glaskugel ist bestellt, solltet ihr vorhersehende Hilfe brauchen, Weisheiten, bald hier zu ordern.

getastet…

Die zarten Ansätze von Schwimmhäuten bilden sich schon zwischen meinen Fingern, mein Körper passt sich diesem Sommer an. In Gedanken stelle ich mir ein Meerjungfrauen Outfit zusammen, welches das facettenreiche Ozeanblau, meiner durchweichten, nassen Haut meiner Augen widerspiegelt. Im Blog kümmert sich zukünftig Mrs. Mermaid um meteorologisch angepasste Fashionposts.
Evolution, du schnelles, geiles Ding.

 ♦ geschmeckt …

Kein Fleisch, kaum, wenig und doch zuviel.

Denke ich nur an mein Wohlbefinden, komme ich gut durch mit der Ausrede, nur Biofleisch aus tiergerechter Haltung zu kaufen oder Wild vom bekannten Jäger, doch auf keinen Fall aus Massentierhaltung und auch nur ganz selten. Überhaupt!

Denke ich richtig, denke ich Tod is Tod, Tod is erst mal Scheiße. Dann denke ich einerseits an verwesende Leichenteile, andererseits denke ich an dieses unglaublich gute, Irische Rib Eye Steak, in Cognac Pfeffersoße.

Verstörende Gedanken.
Diese Ambivalenz. Ich sagte es schon einmal, wahrscheinlich in einer Facebook Diskussion auf meinem Privatprofil, das völlig unprivat zu abonnieren ist, denn ich unterscheide die Öffentlichkeit nicht, um den Algorithmus nicht zu füttern, aber das ist ja ne ganz andere Geschichte und lenkt nur von meiner Fleischeslust ab. Das mach ich gerne, wir alle lenken gerne ab.

Ich antwortete auf einen Kommentar, den Menschen nicht über das Tier zu stellen, denn ich würde auch Mensch essen, wenn er so köstlich zubereitet wäre. Hätte man es mir gesellschaftlich über Jahre als genauso selbstverständlich vermittelt, wie Tiere zu essen, hätte ich auch sicher hier erstmal nicht nachgefragt.

Denken habe ich erst wieder erlernen müssen, das Richtige, Intensive, zu Ende denken, dem stelle ich mich erst seit einigen Jahren. Vorher war es einfacher, keine Zeit zu haben, kein Geld zu haben und auch keine Lust zu haben, sich Eigenverantwortlich zu ernähren.

Ich wusste nichts über den Treibstoff, den der Motor benötigt, der meinen Körper am Laufen hält. Es gibt diese Dinge, die versucht man zu ignorieren, damit man sie nicht begreifen und aushalten muss.

Was tankst Du eigentlich?
Wie gut achtest du darauf, dich nicht zu vertun, deinem Auto nicht das falsche Futter zu geben?
Wie gut achtest du darauf, dir nicht das falsche Futter zu geben?
Das sollte man sich mal fragen.

Blicke ich zurück auf die letzte Woche, ernähre ich mich 3 Tage vegetarisch, 2 Tage vegan, an einem Tag gab es Fleisch und am anderen musste leider noch ein Fisch für mich sterben.
Mein Ernährungsmodell ist automatisch so passiert, während ich darauf achtete Lebensmittel statt Nahrungsmittel zu verwenden. Viele vegane Produkte kommen für mich nicht infrage, da sie dennoch industriell verarbeitet sind.

Für mich ist es auch nicht minder wichtig, wem ich mein bissche Geld gebe, diese Entscheidung nimmt mir niemand ab, also treffe ich die richtige. Gebe dem kleinsten Verbrecher mein Geld, unterstütze Firmen; deren Philosophie ich vertrete und lass mich nicht ablenken vom wesentlichen, dem Produkt. Hatten wir ja alles schon hier, ich wiederhole mich, komm ins Plaudern und nachher werd ich wieder eklig, das wollen wir ja nicht.
Obwohl, mich stört es nicht, wenn jemand vor dem Supermarktregal steht und zum ersten Mal das Etikett liest, weil er so genervt von mir is. Vielleicht wird das versteckte Emblem der Großkonzerne vor dem Kauf bemerkt und man zögert und verweigert das Produkt. Heute. Und Morgen.

Am End, sind wir ehrlich, wird jemand sterben. Nicht weil ich „es“ direkt esse, in Form von Fleisch. Sondern weil ich ja sogar für mein Gemüse töte.

Das machte mir ein lieber Besucher deutlich, der zwar das gegrillte Wild Fleisch mit Genuss verzehrte, jedoch die Schnecke rettete, die ich gerade zerschneiden oder wahlweise zerhacken wollte.
Mit dem Argument, das Fleisch diene schließlich primär der Nahrungsaufnahme, wurde die Handlung begründet. Ich erkenne mich in dieser Art der Rechtfertigung durchaus wieder, denn fällt die Schnecke über meinen Pflücksalat her, den ich bis zum Winter hindurch beernten könnte, hindert sie mich an der Nahrungsaufnahme. Dem wirke ich natürlich entgegen, mit Tod.

„Aber, wie süß sie guckt, die kann man doch nicht töten.“ Während er mit der anderen Hand die verfickten Moskitos tötete, schenkte er mir einen leicht verächtlichen Blick.

Mir wird klar, irgendwo müssen wir anfangen.

Wenn ich mir die Welt so betrachte, müssen wir einfach versuchen die tägliche, pro Kopf Anzahl der Tötungen auf ein Minimum zu beschränken.

Alle. Einfach!

Auch die Türkei, jetzt mit der Todesstrafe um die Ecke zu kommen gilt nicht. Spielverderber, manipulative.

Wo waren wir stehen geblieben?
Weniger töten. Egal was oder wen, egal ob Hund, Katze, Wühlmaus. Egal ob Kalb, Schwein, Schnecke, Mensch oder Stechmücke oder Nerven.

Fangt an. Bei euch.

Während ich diesen Beitrag endlich veröffentlichen will, passiert München. Über Twitter und Facebook verfolge ich weitgehend das geschehen und der Pressesprecher der Polizei München hält mich auf dem Laufenden. Großartig macht er das, ruhig, sachlich, gescheit. Ich bin fast froh darüber zu wenige Informationen zu bekommen, ohne Vermutungen, ohne Hetze, ohne Selbstdarstellung.
Mir wird klar, unsere Forderungen nach Informationen behindern die Lösung der Probleme. Die Menschen hinter diesen Situationen sind eben auch nur das. Menschen. Unter Druck gesetzt, im Fokus der Öffentlichkeiteit können sie ihre Arbeit nur so gut machen, wie wir sie lassen.

Rufe nach Frau Merkel werden laut, die sich allerdings in einer Besprechung für die Sicherheit befindet, was aber auch total egal ist. Hätte sie sich den Fragen der Öffentlichkeit gestellt, hätte man sie beschimpft, sich in dieser Situation vor die Kameras zu begeben, es gibt doch Wichtigeres zu tun. Niemandem bringt es etwas, wenn Frau Merkel ihr Mitgefühl ausspricht aber es muss, es gehört sich doch so, das sind doch Deutsche.

Wo ist dein Mitgefühl, wenn ein Mensch dich braucht, bevor er ausrastet? Es gehört sich auch, Menschen im eigenen Umfeld aus Isolation, Armut, Verzweiflung zu holen, Hilfe anzubieten. Wir aber belächeln, beschimpfen und ignorieren diese Probleme um uns später dann in den sozialen Medien über die Resultate zu wundern. Schuld ist im Zweifelsfall der IS.

Diese IS Wixer haben auch ne Menge Staub in meinem Wohnzimmer ausgeschüttet, Wüstenstaub, zu dem sie sich längst bekannten, den muss ich jetzt alleine wegputzen. Iiich hab ja auch keine Putzfrau, wie all die Ausländer die hier hinkommen, iiiiich kümmere mich ja selbst um meinen Haushalt während die Politiker mein Haushaltsgeld auf den Kopf hauen.

Das haben wir nun davon, der Terror ist jetzt auch in Deutschland, ihr habt es so gewollt, ihr habt alle reingelassen…

Ich halte es nicht mehr aus, meine Finger möchten Sätze schreiben wie: „Der Terror ist mit deiner Geburt in Deutschland eingetreten, du blöde Fotze.“ oder „Geh sterben, du Verdienst kein … Internet.“

Nur falls sich noch jemand fragt, wie man so wird.
Meiner Meinung nach sind wir schlicht nicht in der Lage so viele Informationen zu verwerten, zu verarbeiten, zu ertragen. Aus der ganzen Welt erreichen uns heute Informationen, die unser Leben gar nicht unmittelbar betreffen. Es ist nicht die Sorge um den direkten Nachbarn, den kennen wir gar nicht. Es ist die Sorge um die ganze Welt.
Und wehe du sorgst dich nicht. Der Vorteil ist, wir können gar nichts tun, nicht helfen. Zumindest nicht der Welt. Wir könnten wohl unserem Nachbarn helfen, doch wir sind so sehr damit beschäftigt der Welt nicht zu helfen.

Bevor ich den Text jetzt wieder lösche, veröffentliche ich ihn einfach, ohne Bilder ohne  erneute Rechtschreibprüfung. Ja sicher, ihr habt ein Recht auf Bilder, die einen Text in dieser Länge unterteilen, selbstverständlich fehlerfrei. Wer soll das denn sonst bitte lesen?

Ganz ehrlich? Is mir grad egal.

7 Kommentare zu “Von Sinnen – Halbjahresabrechnung

  1. sabine&paula

    jahaaa, wo/wie fange ich an? ich mag deine kodderschnauze. und ich mag die art, wie du dich aufregst. die art das auszuformulieren, wenn ich auch manchmal herbe schlucken muß. recht haste eigentlich fast immer. ich bin eher wie gelähmt und versuche in meinem nahen umfeld worte zu fassen. ich stammel dann eigentlich. denn im prinzip bin ich sprachlos. ich versuche zu verstehen wie ein mensch, unter welchen umständen ein mensch…was denn da falsch gelaufen sein muß bei diesen menschen…denn irgendetwas muß doch falsch gelaufen sein?! vielleicht bin ich einfach zu naiv und mag nicht glauben, dass menschen böse geboren werden. ich stürze mich dann in erklärungen und merke, die kommen nicht gut an. wie auch? wäre ich die mutter eines willkürlich getöteten teenagers, dann hätte ich wahrscheinlich nicht auch nur eine erklärung für so ein entartetes verhalten. wenn es eine solche gäbe, dann würde ich sie mit tausendprozentiger sicherheit auch nicht hören wollen. was mache ich am ende eines tages wie den am letzten freitag? ich freue mich über eine nachricht meines großen sohnes, dass er gut im urlaub angekommen ist. freue mich, dass der teenagersohn, zurück von der arbeit, pfeifend die tür herein kommt. ich freue mich, wenn der herr freund verschmitzt lächelnd die neue chili peppers aus der jackentasche zieht. und ich nehme mir vor den alten nachbarn, den ich an der bushaltestelle stehen sehe, das nächste mal zu fragen, ob ich ihn ein stück im auto mitnehmen kann. das hat nichts damit zu tun, die augen vor dem was passiert ist zu verschliessen. aber ich mag auch nichts von meinen werten aufgeben wollen. denn ich glaube an diese werte und halte daran fest. und ich nehme mir noch fester vor, diese auch in zukunft weiter zu geben. denn wenn die welt nicht im kleinen funktioniert, wie soll sie es dann im großen? nachdenklich gegrüßt vonne couch, sabine&paula

    • Meinen Aufregern ging auch immer das herbe Schlucken voraus. Und dann fange ich an nachzudenken genau wie du, wo kommt das her. Andere allerdings schauen gar nicht, es interessiert gar nicht, es soll nur aufhören, egal wie. Sich selbst eventuell eine Schuld am Versagen der Gesellschaft zu geben,steht nicht zur Debatte. Warum? Wenn man als Mutter was falsch gemacht hätte, wäre es eben so, hat man sicher irgendnwo. Is völlig ok, is man nur Mensch, nicht Maschine. Gibt man ein Versagen zu, kann man sich endlich um die Lösung kümmern. Sicher ist der rohe Mensch erst mal nicht böse! Was im moment passiert, ekelt mich an. Man ruft nach der Regierung die soll das ändern, jetzt.Egal wie und nur weil es so besser ist für einen selbst. Das große Ganze hat niemand im Blick.
      Diese kleinen Freuden die du erzählst, machen für mich das Leben aus. So geht das. Die meisten Leute würden den alten Mann nicht fragen, er könnte ja nein sagen und sie zurückweisen. Und? Dann hat er nein gesagt. Dann musst du mit einer zurückweisung leben und es nochmal versuchen.Immer wieder. Ich bin überzeugt das würde weitergehen, der Mann würde sich freuen, würde ebenfalls jemanden etwas weitergeben auch wenn es nur ein Lächeln ist. Wie oft habe ich 2 Stunden auf den Bus gewartet, im Regen, da fragt keiner, wo musste hin? Ein Autofahrer hält nicht mal an wenn jemand im Regen die Straße überqueren will, bist ja eh schon nass. Danke für deinen ausführlichen Kommentar und deine Sicht auf die Dinge. Drück dich von Bank zur Couch. Alex
      pS: wie isn die neue Chili-peppers cd? .-)

  2. Ich les‘ das! Mit Genuss! 🙂

    Und überlege Dir einen „Snails Welcome!“-Aufkleber zu entwerfen, um ihn bei nächster Gelegenheit auf Dein Gartentor oder die Heckscheibe Deines Gefährtes zu kleben… 😉
    „Say it loud, say it clear! Snails are welcome here!“

    *Der Autor verwahrt sich gegen jedwede Vorwürfe er würde Schnecken und Flüchtlinge gleichsetzen. Er wirbt nur metaphorisch für erweiterte Empathie.*

    • Dich hab ich immer vor Augen wenn ich sowas schreib, der Autor braucht sowas.:-) Mich würde gar nicht wundern wenn die Snails längst in meinem Gefährt wohnen würden 🙂 Hier wird ja auch streng nach Schnecken Rassen getrennt. Biste Tigerschnegel und hast ein Haus, darfst du bleiben. Als Spanische WegelagererSchnecke musst du leider an der Grenze sterben…trotz Aufkleber. So ist das Leben eben..
      Jedwede Ähnlichkeit mit dir ist auch völlig zufällig und so 🙂 Was macht die Moskito Beule..-)liebe Grüße bis spätestens Samstag 🙂 Alex

  3. Danke für diesen Quartalsbericht, der mir sehr aus der Seele spricht.
    Vorhin habe ich mich tatsächlich dazu hinreissen lassen auf einen dieser brechreizerregenden Facebook-Kommentare zu antworten, dass wir die Grenzen ruhig dichtmachen können, weil hier in unserem Land offensichtlich schon genug deutsche Psychopathen heranwachsen, vor denen man sich fürchten muss. Verf…… Wichser hätte ich auch gerne noch dazugeschrieben, das war knapp. Mich ängstigen diese total durchgeknallten Deutschen zusammen mit ebenso durchgeknallten Erdogan-Anhängern um so ein vieles mehr als es jeder Flüchtling das jemals könnte. Und die sind alle schon hier, wären dann also innerhalb der Mauer mit mir und meiner Familie – DAS macht mir Angst.
    Um festzustellen, wie durchgeknallt Fanatismus ist, muss man sich allerdings gar nicht in Anti-Flüchtlingsdiskussionen auf sozialen Netzwerken einklinken, dazu reicht schon der Beitritt in eine Mütter- oder noch schlimmer, eine Tiergruppe der sozialen Netzwerke. Dort erfährt man dann, dass Bio-Hofgemeinschaften von veganen Straßenfesten ausgeschlossen werden, weil sie ihre Katzen (!!!) nicht ausschließlich vegan ernähren würden und man das nicht dulden könne. Woraufhin sich die Veganer und Hardcoreveganer dann in den Kommentaren darüber fast die Köpfe einschlagen und letztere behaupten, ihre Hunde und Katzen hätten sich selbst für die vegane Lebensweise entschieden und man dürfe auch nciht zulassen, dass Katzen Freigang erhielten, weil sie dann Mäuse und Vögel töten würden.
    Fanatismus jeder Art – ob nun Ernährungsfanatismus oder politischer/religiöser Fanatismus ist psychopathisch, weil er blinden Hass verbreitet, der mit aufgesetzen, komplett selbstgerechten Scheuklappen für keinerlei logische Argumente mehr zugänglich ist und bis zum Äußersten gehen würde.
    Und der wächst auf deutschem Boden und weltweit ganz von alleine – da wo man sich für den leichteren Weg des Narzissmus statt für den der Weltoffenheit und Toleranz entscheidet.
    LG, Katja

    • Liebe Katja, man kann dann nicht anders ne? Ich kenne dieses Gefühl der Ohnmacht das einen dann beschleicht, wenn man gar nicht andocken kann und man feststellt; es ist alles viel schlimmer. Die sind nicht nur dumm , sondern wehren sich regelrecht gegen Informationen und Fakten weil sie ihre eigene Wahrheit längst geschrieben haben.

      So und jetzt nochmal gaaanz langsam mit den hungrigen vegangen Katzen. DAS ist nicht dein Ernst.:-) Also meine Katze entscheidet auch sehr wohl was sie frisst und da darf auch mal ne Karotte mit drin sein, im hochwertigen Fleischfutter, wenn sie es möchte, Diesstags, wenn der Wind aus Süd-ost, mild…evtl. :-). Natürlich werden auch dafür Tiere getötet aber dann darf ich keine Haustiere halten wenn ich nicht in der Lage bin; sie artgerecht zu halten. ARTGERECHT,Mäuse fangen, jo, ich hatte auch schon n Kaninchen Rest im Fressnapf, das Haus voll Fell und 2 vollgefressene Katzen im Bett. So gehörts doch für dieses Tier.
      Wie verquer kann man enden wenn man seine, als die einzige Wahrheit sieht. Vom veganen Straßenfest ausgeschlossen, obwohl man Wert auf bewusste Ernährung legt, warum hat man kein Interesse am Austausch oder den selbstgemachten „Feind“ zu überzeugen?
      Krasse Scheiße.

      Genau wie dir macht mir dieses extreme, fanatische, einseitige Denken Angst.In welche Richtung auch immer. Mit denen hinter der selben Mauer zu sein … ist wirklich ein sehr beunruhigender Gedanke. 🙁 Diese Gesellschaftlichen, sozialen Rückschritte beschämen mich, für unsere Freiheiten wird andernorts hart gekämpft. Denen gehts wohl zu gut, manchmal spreche ich wie eine alte verbitterte Frau: :-). Ich grüß dich lieb und danke dir für deine geteilten Erfahrungen. Alex

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