Frau Monk und wie sie die Imm Cologne sah

Die Imm Cologne, ist vorüber und auch Frau Monk hat einige Bilder für euch und sogar Text.

Eigentlich wollte ich gar nicht hin und ignorierte Einladungen und Infos dazu, doch der Kerl besorgte derweil die Karten. Im Gegensatz zu mir beschäftigt er sich nicht täglich mit Einrichten, sein Interesse für Wohn Design allerdings, ist sehr groß und er versprach sich Inspiration für neue Diy Projekte. Un ich erst.

Ich sag vorab, ich werde im nächsten Jahr nur noch die Passagen besuchen, die wir in diesem Jahr leider gar nicht schafften, denn irgendwie…..
wie soll ich sagen.
Viele Messen habe ich beruflich schon besucht, in den unterschiedlichsten Branchen, von Tabak bis Haare alles dabei. Doch heute frage ich mich ob das überhaupt noch dem eigentlichen Sinn entspricht Neuheiten vorzustellen, die hier  sowieso nur in geringer Anzahl zu finden waren. Was soll denn da auch noch kommen?

In Zeiten von Margarete Steif und Käthe Kruse waren Messen unglaublich wichtig, der Schlüssel zum Erfolg. Leute aus der ganzen Welt suchten nach neuen Erfindungen. Nur durch die Weltausstellung konnte 1848 die Weihnachtskugel überhaupt ihren Weg nach Amerika und auf den Markt finden.

In Zeiten des Internets, der Blogs und Sozialen Medien, hat selbst der Kerl schon all das Ausgestellte längst gesehen.

Gut, in anderem Holz oder in türkis, statt in gelb aber im Großen und Ganzen…

Daher mag ich es am liebsten, mich mit jungen Designern zu unterhalten. Da spürt man die Leidenschaft zum Produkt, da springt der Funke über und es geht um Qualität und Nachhaltigkeit. Produkte zum vererben. So solls.

Stephan Reichle  is so einer.
Er ging aus dem Bild, als ich die Kamera zückte, sagte ich sollte ruhig näher kommen und versprach mich nicht anzusprechen. 🙂

Wir kamen natürlich ins Gespräch, denn mir fiel unter anderem seine Lampe aus Holzfurnier auf. Denn hier ist mehr Holz als Furnier, keine Beschichtung, kein nix, pur Natur, das sieht man.
Stephan Reichle Design

Auf meinem Bild aber leider nicht.

Die Lampe besticht durch die Einfachheit des Designs, man sieht ohne Umschweife woran man ist.  Er erklärte mir worin die Schwierigkeiten in der Bearbeitung lagen und wie er ihnen dann doch auf die Spur kam.

Mir gefällt diese Liebe zum Detail, die sich auch in diesen Salz und Pfeffermühlen wieder findet, sehr.

Stephan Reichle Salz und Pfeffermühle.JPG

Leider sind die kleinen Handschmeichler auf der Internet Seite noch gar nicht zu sehen, denn: „Ich habe selbst noch gar kein richtiges Foto davon, so neu sind die“, sagte er lächelnd, und „Eigentlich sind es bisher auch die einzigen“.
Die Vorbestellungen hingegen sind zahlreich, er selbst wirkte etwas überrascht, mich wundert das überhaupt nicht.

Mit höchster Sorgfalt wählt er die Materialien aus. „Die sollen schließlich in 30 Jahren noch funktionieren.“  Einzelteile sollen möglichst „aus der Nähe kommen, für das Mahlwerk zum Beispiel stieß er bei Recherchen auf den letzten Hersteller der seine Produktion nicht nach China auslagert, sondern noch selbst produziert.
Unter uns, Peugeot macht das wohl auch nicht mehr selbst.

Mit dieser Einstellung rennt er durch offene Türen, mitten in mein Herz.
DAS fehlte mir in den anderen Hallen oft.

Dort gab es oftmals genervte Aufpasser die auf ihr Handy starrten, schließlich sind es nur die Publikumstage, die Aussteller sind möd, oder nicht mehr da, die dicken Fische längst im Netz.
Die ganz Großen und die ganz kleinen mal ausgenommen, da stimmt der Service meist, entweder aus Tradition, Routine oder aber aus Prinzip und Anstand.

Woanders konnte man mir keine Auskunft geben über die neue Wohnaccessoires Linie, denn die Mädels waren darin nach eigener Aussage noch nicht gebrieft. Doch sehr gebrieft in Sachen säuseln:
„Wofür machst du denn die schönen Fotos, doch nicht fürs Familienalbum?“
„Ich Blogge.“
„Wieviele Follower?“

Ich verschlucke mich am kostbaren Orangensaft…. kleine Bemerkung am Rande…. 2,50€- 4.80€ fürn Wasser, am Snack Stand. Verbrecher.

„Keine, ich hab … Leser.“
„Ach das ist ja supieee, hast du ne Karte da?“ Kramt in der Schüssel, aus dem ihr unbekannten Material, gibt mir eine Karte mit Pressecodes, blabla, wir freuen uns blabla, wenn du über uns schreibst. Bla“
„Neee, keine Karte, ich bin nur…. “  Ich bemerkte, wie ich mich abwertete….
Na Supieee.

Freundlich lächend verabschiedete ich mich, griff einen Schokoriegel und nahm mir vor, den gleich fürn Zehner zu verticken.

Das is nix für mich, ich kann auch nicht in Gruppen geführt solche Veranstaltungen besuchen, ich muss da durch laufen, von hier, nach da und nochmal nach dort. Wie ein Flummi.
Das kann selbst der Kerl nur bedingt aushalten und führt mich zwischendurch wieder auf den rechten Pfad-
Einige Hallen haben wir gar nicht betreten; alles schafft man nicht an einem Tag wenn man den Arsch nicht aus dem Bett kriegt.
Die absoluten Küchen und Schlafzimmer Hallen haben wir uns geschenkt, das überforderte mich total. Deshalb hier nur einige Highlights im vorbeigehen, wie zum Beispiel diese Küche aus Stein.

Küche Obermaterial Stein

Echt, Stein, krasses Teil.
Oder lieber Hochglanz, weiß?

Keine typische Holzküche. Gefällt mir sehr gut.

Es gab die tollsten Produkte aus Holz zu bewundern, fernab von Massenproduktion. Genau wie dieser Schalensessel aus Holz!


Großartige Stücke, auch wenn ich so nicht wohnen würde, schätze ich jedes einzelne dieser Teile als handwerkliches Kunstwerk.

Ob in Acryl gefasstes Holz als großer Tisch oder dieses Board, für jeden Geschmack war etwas dabei.
Das ist meiner.

In Sachen Holz bin ich nicht so der helle Scandi Typ aber is euch ja längst klar.

So verbrannt, kohlig, könnte ich mir gut bei uns vorstellen.

Nicht ganz so düster aber nicht minder beeindruckend ist dieser Tisch.

Baumstamm tisch

Ich bin mir nicht sicher ob euch die Dimensionen klar sind? Das ist wirklich ein sehr, sehr großer Tisch und der Anblick dieser Kombination hat mir schlicht den Atem genommen.

Im Gegensatz zu:
Das Haus. Puuh!
Da bin ich raus.
Ich war immer ein großer Fan davon, wie unterschiedliche Designer das Haus einrichten, designen, füllen. Wie auch immer man es nennen mag, ich hab es nicht gerafft.

Es geht wohl grob darum auf einem Raum zu leben, kein Mensch braucht nach Todd Brachers Meinung einen extra Raum zum Schlafen. In New York; wegen begrenztem und teurem Wohnraum, sollte man darauf verzichten, las ich.

Für mich zum Beispiel ist das ein No Go, denn ich brauche einen separaten Schlafraum, migränebedingt ohne Küchengerüche, denn Schlafhygiene ist ein wichtiges Gut. Ansonsten esse, koche und wohne auch ich in einem Raum, das ist ja nu nix Neues.
Sorry, wir reden doch hier nicht davon Raum zu sparen, weil man arm ist und muss. Es geht um hippes Großstadt leben, zu utopischen Preisen. Hab ich genug Platz für Designer Gedöns, kann ich auch für Schlafplatz sorgen. Ich habe nur dieses eine Foto gemacht, das allein inspirierte mich in Raum 1.
Im 2. dunklen Raum konnte ich nix sehen und bin auf dem Fuß umgedreht und dieses famose Außenbad, symbolisiert Freiheit oder so.

Deutschland hat irgendwat mit minus 17 grad….. whaaaat?

Andere hingegen wärmen ihre Schampusflaschen mit Web? Pelz?

Ach ich wills gar nicht wissen, mir ist ganz schwindelig vor lauter Kopfschütteln.

Bei den Italienern konnte ich mal wieder nicken. Perfektes Design, manchmal etwas drübber aber immer so, so, italienisch. Vegane Leser guckt nochmal grad weg, denn hier kommt ein wunderschönes, riesiges Ledersofa, gegen das mich der Kerl sofort eintauschen würde. Er hat es natürlich nie so deutlich gesagt aber ich bin ja kein Designer, ich bin Realist.

Mit mehr Kissen sieht es aus wie unser Sofa. Wir brauchen  mehr Kissen, hörste Kerl? Keeerl?

Mein Blick auf die Imm ist nur ein kleiner Spuck. Nur ein Bruchteil konnte ich erfassen, nur eine mini Auswahl davon zeigen. Natürlich sind es Dinge die mir gefallen und ich habe versucht, nicht die üblichen Verdächtigen in den Mittelpunkt zu rücken.
Selbstverständlich waren die Stände von Muuto, Thonet, Bretz, Knoll, String und co. mehr als eine Augenweide, doch bei dem hier gezeigten hab ich den „Keeeeeerl“ gerufen. Das hat mich begeistert, sei es durch Farbe,

Form,

Individualität oder Qualität.

Wertigkeit, aber auch eine Menge Geld spielten hier eine bedeutende Rolle.

Dabei bin ich ein großer Fan von Möbeldesign, das Schränkchen von Andersen, oben, würde ich täglich streicheln, mit dem Finger die kleine neckische Kerbe….

Hier wohnen Stühle von Arne Jacobsen, Marcel Breuer und Thonet, das Wilkhahn Sofa hat Hans Peter Piehl designt. Ein Componibili erfreut mein Herz und der gewonnene, blöde Affe von Kay Bojesen hängt hier auch noch immer rum. Meine Lampe von Bonderup and Thorup wollten andere wegwerfen, ich trage sie seit 30 Jahren mit mir, doch heute kostet sie bei Gubi mehr als 400€.

Was wiederum ein Schnäppchen ist, gemessen an … allem.

Mir ist das alles zu viel; von allem. Zu elitär, zu wichtig, oft weltfremd oder vielfach das gleiche wie woanders, nur in grün.

Ich wohne gern aber das geschieht irgendwie aus mir heraus und das geht bei der Masse an Eindrücken auf Dauer verloren, das will ich nicht. Da ich nicht beruflich Messen besuchen muss, um Vergleiche anzustellen, werde ich meine Eindrücke weiterhin besser quasi auf der Straße sammeln.

Es gibt viel zu viele schöne Dinge, in den unterschiedlichsten Stilen, alle gefallen mir auf ihre eigene Art und Weise.
Da ist derfast schon  rustikale Hocker mit Gravur,

genau so wie das minimalistische Monk Regal;

oder den gekachelten Bullerjahn Ofen.

Am End stellten wir fest, mit unserer Vorliebe für düsteres Wohnen im dramatischen Stil, mit rustikalen Elementen, voll im Trend zu liegen.

Die Tage gibt es noch einen weiteren Beitrag, indem zeige ich euch einige Inspirationen zum Thema  Deko und Wohnen mit Pflanzen und wie ich mir das alles im Waldhaus vorstelle, für lau.

Deshalb waren wir doch da, sagt die Alex
Und ihr? Noch da?

Der alte Teppich, das Luder

Ich wünschte mir Schnee, um die Teppiche zu reinigen?
Ich bekam Schnee.

Der erste erfüllte Wunsch in diesem Jahr, brachte somit gleichzeitig etwas Neues ins Waldhaus.

Na, das stimmt nicht ganz so. Nix Neues, eher was Altes, auch was Gebrauchtes und vor allem etwas … Rotes. Ischschwör.

Esstisch deko, Teatime

Es lag den ganzen Sommer vor dem Waldhaus, es hat keinen Namen, zumindest kenne ich ihn nicht und es hat auch nicht wirklich Format.

lter orient Teppich in Schwarzem Interieur.JPG

Es ist ein alter Teppich, ein Er, der handgeknüpft aus Persien, der Türkei, Afghanistan oder auch der Teppich Domäne kommen kann und von mir für den überdachten Gartenbereich vorgesehen war. Eigentlich.

Doch wie er nach der Schnee Reinigung so da lag, frisch und farbenfroh, nahm ich ihn zum trocknen mit nach oben und am nächsten Morgen….

Na was soll ich sagen, er durfte zum Frühstück bleiben. Hab ich schon lang nicht mehr gemacht, fühlte sich aber irgendwie gut und richtig an, an den Füßen, die jetzt im Winter oft kalt sind.
Denn genau das ist gerade im Waldhaus. Winter.
Auch wenn hier, und da schon der Frühling dekoriert wird, 12 cm Neuschnee zerstören jede Illusion und ich bleibe weiterhin im Kuschelmodus mit Tee Orgien.

Essecke Winter-schwarz-mit-rotem-altem-orient-Teppich.jpg

Gerne hätte ich noch passende Kissen ausgesucht und dekoriert, doch die oben erwähnten 12 cm Schnee …

Farblich passende Blumen, eine Kerze und meine uralten Teeschalen fangen vorerst die dominantesten Farben wieder auf, ganz ohne große Neuanschaffung.

Essecke-schwarz-mit-rotem-altem-orient-Teppich.jpg

Wir schauen wo es hinführt und wie lange es dauert, kann es doch morgen schon wieder vorbei sein. Oder gestern.

Zumindest wollte ich es euch mal gezeigt haben, denn das Zusammenspiel von Frau Monk, dem Hippiemädchen und der holden Gärtnerin ist hier besonders gut zu erkennen.

Minimalistisch wohnen und dekorieren mit Pflanzen. Monstera

Die Damen werden sich zukünftig übrigens noch mehr im Hintergrund halten. Sie sind da, sie sind ja nun mal in mir, doch nach ihnen werden zukünftig keine eigenen Kategorien mehr benannt.

Voraussichtlich wird es nur noch die Kategorien Schön und Tacheles geben, mit den entsprechenden Unterkategorien. Wahrscheinlich werde ich das Blog Layout noch einmal ändern, ein neues Theme kaufen, da hier viele Funktionen mittlerweile kostenpflichtig abgeändert wurden. Aller guten Dinge sind schließlich 3.

In einer Nacht und Nebel Aktion habe ich spontan das Club Haus abgerissen, damit dort im nächsten Jahr die Tomaten wachsen können.

Wie ihr seht, liegt Veränderung in der Luft. Prioritäten setzen, fokussieren und ruhig auch mal rot sehen.

Wohn-Esszimmer minimalistisch schwarz mit altem orient Teppich

Ihr werdet in Zukunft sicher noch weniger Beiträge von mir lesen, denn ich fühle mich sehr wohl damit, von und über Dinge zu berichten die tatsächlich passieren.
Es wäre mir zuwider, getakteten, Suchmaschinen optimierten Content ausspucken zu müssen, auf Abruf eine Meinung zu bilden oder meine Kreativität zu erzwingen, um mich Algorithmen zu unterwerfen.
Oder gar Facebook 4-6 likes abzukaufen, der Umgang mit Seitenbetreibern dort zeigt fast schon mafiöse Strukturen auf. Ständige Veränderungen ohne Vorankündigungen erschweren jede Aktivität, sowieso werden Beiträge nicht automatisch einfach so gestreut und angezeigt.
Hysterisch lach!
Putzige Idee, im Gegenteil, denn auch hier haben zahlende Meinungsbildner ein gefährlich leichtes Spiel. Wer sich nicht selbst um seine Informationen kümmert, konsumiert vermeintlich gewünschte Inhalte. Völlig unbemerkt, den gelenkten Informationen ausgesetzt, entstehen Bilder und Szenen, die nicht der Realität entsprechen. Aufgrund der Triebkraft, der provozierten, ergeben sich daraus unaufhaltsame virale Effekte.
So vong der wichtigheit her gesehen.
Viel hilft viel.
Mein lieber Herr Gesangsverein

Ich würde, selbst wenn ich könnte, keine Follower, Likes oder Sichtbarkeit kaufen und geklaute Inhalte posten, um meinen Blog im Rennen zu halten und eine dieser aufgepusteten Blasen zu bilden. Unschwer zu erkennen und alles nix Neues für euch.
Natürlich möchte Schön-Tacheles auch gesehen werden, allerdings nicht um irgendeinen Preis. Wir sind doch nicht im Radsport. Diese gedopte bezahlte Scheinprominenz kotzt mich so an, Bitches, ich bin zu alt, dafür hab ich kein Zeit.

Darum habe ich mich nun auch dem letzten bisschen Druck entledigt und werde weiterhin, ganz wie es mir beliebt, in unregelmäßigen Abständen hier schreiben. Über Schönes und nicht so Schönes. Mal laut mal leise. Uneingeschränkt leidenschaftlich.

Wissta bescheid.

Dieser, ääääh, Teppich da.
Wie lange gebt ihr ihm? Und mir? Also uns?

Ich frag nur so.
Die Alex

 

Von Sinnen, Jahresabrechnung

Von Sinnen

In altbekannter Tradition berichte ich hier von den 5 Sinnen.  Auf dem alten Blog wöchentlich, heute nur noch im Quartal. Meist enthalten die Rückblicke Unschönes, Unfreundliches und Unmenschliches, für diese Umstände bin ich allerdings nicht verantwortlich. Auch ich wünschte mir meine Erlebnisse und Erkenntnisse farbenfroher, etwas mehr ins Rosa gehend um das Braun aufzufrischen. Doch die Realität, von der ich in den letzten Jahren ein großer Fan geworden bin und der ich schonungslos in die Augen blicken kann, ist nun mal anders.
Im letzten Jahr konnte ich noch sagen:“Boah näää, Weihnachtsmarkt, geh weg.“
Heute jedoch diskutieren die Anderen nicht über meinen Hass gegenüber Glühwein, sondern unter Glühwein diskutiert man den Hass gegenüber anderen.
Auch das bin nicht ich schuld, man sagt das ist die Merkel Schuld, man sagt aber auch das mit den Einhörnern.

Die 5 Sinne: Sehen, hören, tasten, riechen, schmecken, Jahresabrechnung.

 

♦ gesehen …

Amerika hat gewählt. Oder vielmehr der frustrierte weiße Mann hat gewählt. Der frustrierte schwarze Mann hingegen hat scheinbar gar nicht gewählt. Oder Frauen?
Viele, über 6 Millionen Menschen, dürfen dort sowieso nicht mehr wählen, da sie durch Inhaftierung ihr Wahlrecht verloren haben. Oftmals nur wegen „Bagatelldelikten“ wie Diebstahl, Verkehrsdelikten oder auch herumlungern. Bei wiederholter Straftat kann ein „Mehrfachtäter“ dann aber schnell mal für 25 Jahre eingesperrt werden.

Der Anteil von Farbigen oder Mischlingen, mit lebenslangen Haftstrafen ist in den privatisierten Gefängnissen noch immer extrem hoch, auffallend hoch. Afroamerikaner machen ca. 13 %  der US Bevölkerung aus, davon sind  37% inhaftiert. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Ich bin bekanntermaßen ein großer Schelm und denke, Amerika misst und rechnet geradezu mit zweierlei Maß. Nur ein Beispiel, wie die Maschinerie von Rassismus und Klassifizierung der Menschen eine Gesellschaft nach Belieben formt.

Bis vor Kurzem noch standen auf den bloßen Besitz von mehr als fünf Gramm Crack zum Beispiel bis zu 20 Jahre Haft. Der Besitz von teurem Kokain hingegen wird maximal mit einem Jahr Gefängnis bestraft, unabhängig davon, welche Menge die Polizei beim Verurteilten fand.
Eine fragwürdige Drogenpolitik, welche die Drogen der weißen Oberschicht völlig harmlos unter Strafe stellt, im Gegensatz zum, meist von der Unterschicht konsumierten Crack, dass im Grunde genommen allerdings nichts anderes ist als Kokain, mit Natron versetzt.
Kein Land der Welt hat so viele Strafgefangene wie die USA. Wie die Pilze schießen die privaten Gefängnisse aus dem Boden, dazu passende Strafen und Gesetze werden nach Bedarf geschaffen, die Insassen dazu „gefunden“.

Und weil man nicht alle wegsperren kann, sperrt sich der vermögende, bewaffnete Bürger selbst weg. Hinter hohen Zäunen, eigenen Wohnvierteln, Kameras, Security, Privatschulen und Clubs. Die Mittelschicht hält sich zwischen 3 Jobs über Wasser und der stetig wachsende Rest der untersten Schicht, verreckt obdachlos, unbemerkt im Rinnstein.

So war das schon, bevor Donald Trump der Präsident der Vereinigten Staaten wurde und vielleicht wurde er das sogar genau deshalb. Anfangs belacht und völlig unterschätzt, zeigt Trump, wieviel wichtiger Streuung und Präsenz ist, als Inhalt. Ganz bewusst nutzte er im Wahlkampf die Vorhersehbarkeit von Social Media und machte sich insbesondere Twitter zu Nutze. Auch hier, Masse statt Klasse, eine geführte Meinungsbildung, die selbst der politikverdrossenste Laie verstand. Am End war es Rebellion oder Resignation, vielleicht sogar Angst vor Cholera oder es ist schlicht die viel beschriebene Dummheit.

Deshalb unterschätze niemals Dynamisierung und Potenzierung durch die sozialen Medien in ihren Auswirkungen auf gesellschaftliche Meinungsbildung.
Never. Ever.

Fragwürdig und undurchsichtig, ist auch das Wahlsystem bei denen über 2 Millionen Stimmen irgendwie nicht zählen oder wie jetzt?
Ich habe keine Ahnung, wie das Volk dort tickt, ich habe nicht mal eine Ahnung wie das Volk hier tickt.

Hier wird bald ein neuer Bundeskanzler gewählt. Und auch hier setzt eine Partei, die Afd, auf den Wahlkampf im Internet für eine geführte Meinungsbildung die selbst der politikverdros…… letzte Depp versteht.
Wir vergessen wohl völlig, dass Demokratie nichts Gottgegebenes ist, also der Vergleich hinkt jetzt enorm, aber weißt schon wie ich mein…

Wie schnell haste wieder so n Lutscher an der Macht, der mit scharfen Worten Reden schwingt und mit stechendem Blick die Massen zum Gleichschritt bewegt.
Meine Befürchtung bestätigt sich, dass genau das 1!!! Teil der Bevölkerung braucht. Paar of et Maul. Jemanden der ihnen sagt wo es langgeht, dabei ein Zugehörigkeitsgefühl vermittelt und am End die Schuld auf sich nimmt. Natürlich nicht. So n Animateur halt, einfach weil sie ihr Leben nicht in den Griff kriegen. Ohne Krieg. Nicht.
„Und dann kommen die do och noch all zu Fuß übberd Meer, ausm Elend, dem Tod und sind noch immer gut droff. Do stömmt doch wat net, dat is doch all getürkt.“

Lügenfresse. Haltet eure Lügenfresse. Ich kann den braunen Waber nicht nur optisch kaum mehr ertragen.

♦ gehört …

Zum Glück nicht.

Nicht auszudenken, man könnte all das auf Facebook hören, was beim Lesen schon unerträglich ist.
Meinen ersten: „Anzeige ist raus,“ Kommentar für Gutmenschen erhielt ich. Endlich. Leider dann doch nur von einem eindeutigen Fakeprofil, jemand, der sich wahrscheinlich bezahlt, auf der Seite von Elmar Hörig trollt … Mensch hab ich den gern gehört früher. Warst du lustig. Elmi.

Heute ist er dem Teufel hörig und ein ganz böser, gefährlicher, verbitterter Mensch.
Sitzt selbst auf Lanzarote, ist somit selbst Flüchtling, allerdings aus niederen Beweggründen und verbreitet sein Gift und seine Hetze über die asozialen Medien.
Da sitzt er mit warmem Arsch. Auf Lanzarote. Nämlich.
Auf einer meiner liebsten Inseln, wie wütend mich das macht, woaaaah wie wütend …

Hören sie auf damit und gehen Sie da weg. Herr Hörig.

♦ getastet….

Wie mach ich nu die Überleitung zu einem Diy …
Heil…
Heile Welt.
Eine Heile Welt habe ich mir gebastelt und ein trautes Heim und das kann jeder von euch auch.

Eine Einladung von Freunden erforderte eine spontane Diy Idee als Mitbringsel. Beim Einräumen der Spülmaschine fielen mir wieder die schönen Gabeln aus dem alten Haus in die Hände. Wir benutzen sie höchstens um den Nudelgartest zu machen, da ich es hasse mir beim Essen mit einer zu langen Gabel das Zäpfchen zu stimulieren. Ich erwarte schon lange nicht mehr, dass mich jemand versteht… is schon ok.

Schlüsselanhänger selbermachen, aus altem Besteck und mit Schagbuchstaben beschriftet

Im Sommer hängt bei uns oder unseren Freunden immer der Schlüssel draußen an der Tür, da man sich meist im Garten aufhält und das Muster am Gabelgriff passt hervorragend zu einer alten Tür, fand ich.
Man sieht dieses Diy schon seit Jahren in verschiedenen Variationen, somit ist das nichts als geklautes Upcycling und ich verweise hiermit auf die Quelle des riesigen Internets. Somit arbeite ich außerdem gerade einen Punkt meiner endlosen To do Liste ab und wir befinden uns irgendwo im Jahre 2011.
Nur falls jetzt jemand … das ist ja so 2010 gähnt.

Jetzt kommt noch ein Kurzes. „Damals auf dem alten Blog, der mitsamt Inhalt verschwunden ist“ Geheule …

Pflanzenschild Diy, Schlagbuchstaben

Damals schon beschriftete ich Pflanzenschilder aus Metall mit Schlagbuchstaben.

Die Schilder existieren noch immer, die Pflanzen sind mitsamt Reh verschwunden.

Diesmal dachte ich an einen Schlüsselanhänger mit sinnfreiem Spruch und bat den Kerl um einen kleinen Schnitt mit der Flex. Der übrig gebliebene Griff wurde durchbohrt und dann mit den Schlagbuchstaben beschriftet.

Schlüsselanhänger selbermachen, aus altem Besteck und mit Schagbuchstaben beschriftet

Das macht ihr aber nicht auf dem Fußboden, dem Tisch oder Ommas Nachtkästchen, idealerweise habt ihr einen Amboss oder einen Metallklotz als Unterlage.

Klebt eine Führungslinie, legt die Buchstaben einzeln an oder klebt euer Wort mit Klebeband zusammen.

Schlagbuchstaben zum beschriften von Metall für selbstgemachten Schlüsselanhänger aus Besteck

Nun haut ihr mit einem Fäustel, so heißt dieser Hammer da, sagt der Kerl, also. Hammer drauf. Fest. Sehr fest.
Mit einem Edding einfach die Buchstaben nachziehen und mit einem Tuch wieder abwischen und die Vertiefungen werden deutlicher herausgestellt.
Feddisch. Is aber auch Geschmacksache, denn nicht jeder kann mit „Heiler Welt“ etwas anfangen.

♦geschmeckt…

Nachdem mein Kusmi Tee an den Feiertagen zu Ende ging, brauchte ich dringend Nachschub. Aus Paris brachte ich mir einen Vorrat an Veilchen Tee und einem aromatisierten Earl Grey mit Bergamotte mit. Aromatisierte Tees sind eher ungewöhnlich für mich, doch daran habe ich mich fast besoffen.
„The Duke of Grey“ half mir vorübergehend aus der Patsche, völlige Übereinstimmung hingegen gab es nur beim Namen.

Wintergrey on Couch

Nach Bergamotte bin ich jetzt übrigens süchtig und habe mal bewusst hin gerochen.

♦ gerochen …

Wir dachten tatächlich in der letzten Jahresabrechnung schon an teuflische Verschwörung in Sachen Sterberate und witterten Schwefelgeruch.

2015 betrauerten wir schon unsere Helden aber 2016 haute uns erst mal so richtig in die Fresse und machte deutlich, wen wir bewunderten. „Es“ nahm mir meine Vorbilder der Jugend, Menschen, denen ich gerne zuhörte, die mich beeinflussten, inspirierten, in Wort, in Bild, in Ton. Wir vergessen dabei gerne mal, dass nicht jeder unsterblich ist, wie Keith Richards.

Eine kurze Schweigeminute für die, die mir spontan einfallen.
Prince, David Bowie, Götz George,  Leonard Cohen, Roger Willemsen, Bud Spencer, Manfred Krug, Fidel Castro, Gene Wilder, Muhammad Ali, Carrie Fisher, Erika Berger, Peter Behrens, Roger Cicero, Genscher, Guido Westerwelle, Peter Lustig, Zsa Zsa Gabor, George Michael…
und viel zu viele, gern gesehene, bekannte Gesichter, zu denen ich nie einen Namen hatte.
Und die viel zu vielen ungesehenen, unbekannten Gesichter, deren Namen ich nie erfahren werde.

Sind ebenfalls gestorben.
In Kriegen, auf der Flucht, auf den Meeren.
Durch Hass und wegen Gier und manchmal einfach so.

Nebenan. Unbemerkt.

Nüchtern betrachtet eine nur logische Schlussfolgerung, denn eine gute Band braucht eben ein großes Publikum und die diesjährig zusammengemordete ist ne rischtisch gute Band und das Musik Video wird sicher großartig.

Deshalb und in diesem Sinne…
Gebt schön auf euch acht.
Ein frohes neues Jahr wünsche ich, schaut zuversichtlich in 2017 und kehrt dem alten Jahr vergebend den Rücken. Bleibt tolerant, friedlich und neugierig. Bleibt laut, habt Meinung und hinterfragt stetig.

Aber vor allem, geht Achtsam mit eurem Körper und eurem Geist um. Mit euch selbst, wenn es das noch gibt.
Es hofft, die Alex

Weihnachtsedition

Weihnachten. Deko. Weihnachtsdeko.

Was soll ich sagen.
Ich mag Weihnachten. Sehr sogar. Und, auch wenn nicht auf den ersten Blick ersichtlich, mag ich auch Weihnachtsdeko. Schlicht, zurückhaltend, farbneutral.

Das Fest selbst feiere ich nicht mehr. Über die Jahre tauschten sich Familie und Freunde aus und unsere Vorstellungen von Weihnachten triften so weit auseinander, wie die gesamte Gesellschaft derzeit.
Das lass ich mir nicht mehr versauen.
In diesem Jahr beschließe ich, getreu dem Motto „Früher war mehr Lametta“, am 23. einen Club zu besuchen, meiner Lieblings- Ex-Disco zu gedenken und mich gepflegt zu betrinken. Somit hätten sich sämtliche eventuell geplanten Aktivitäten für die nächsten 2 5 Tage praktischerweise erübrigt und beschränken sich auf heidnische Zombiesessions vor der Glotze. Höchstens lass ich mich noch zum Zombie-Röchel-Karaoke überreden, da ich mir gute Chancen ausrechne.
Die Location steht, das Waldhaus ist „geschmückt.“

Wollt ihr mal sehn?
Phhhtz, mir doch egal, ey, zeigsch trotzdem.

Weihnachtliche Deko, Esszimmer Tanne in Vase

Meinen prächtigen Weihnachtsbaum hatte ich mir schon im Sommer ausgesucht. Er wuchs bei uns im Teich.
Joo,  ich weiß, da gehört der nicht rein, deshalb hab ich ihn auch da herausgeholt, aus dem Milieu und in eine Vase gestellt.
Doch das kann man ruhig so machen und das sieht auch nicht Scheiße aus. Frau Monk braucht das so.

Weihnachten, Deko in Esszimmer und Küche

Wie es sich gehört, schmückt die Spitze ein Stern aus Keramik und unterstreicht in schwarz matt die Festlichkeit. Unter dem Baum liegt die Krippe. Erkennt ihr es?

 

Der Monatsteller Dezember, von Björn Wiinblad bietet sich doch förmlich an. Bei uns muss der Mistelzweig übrigens nicht hängen, da wir uns ständig einfach so küssen. Das ist furchtbar ekelhaft und übertrieben,  finde ich auch, is aber eben so.
Wegen Liebe.
Ganz große Liebe herrscht hier derzeit für einen Blumenstrauß. Einen Strauß mit weißen Avalanche Rosen habe ich gewonnen bei  It´s Pretty Nice.

Weihnachten deko mit Wandkranz, weißen Rosen und Eukalyptus

Perfekt gebunden, mit Lysianthus und Eukalyptus, so hätte ich das auch gemacht.

Ich mache gerne bei Gewinnspielen mit, um mir Wünsche zu erfüllen. Als ich diesen riesen Strauß in den Händen hielt, hüpfte mein Floristenherz. Jeder der solche Sträuße schon für andere gebunden hat, doch sich selbst nicht leisten kann, stelle sich meinen Schatz vor. Täglich wechsle ich das Wasser und schneide sogar die Stiele der 13 Rosen an. Lach nicht, ich schwör. Zum Glück ist 13 meine Glückszahl, das ist ja nicht immer so.

Es ist ein bisschen wie… ja, wie Weihnachten.

Am Abend stelle ich den Strauß auf den Couchtisch damit ich ihn immer im Auge hab um die vergängliche Schönheit nicht zu verpassen.

Vergängliche Schönheit, übrigens eine perfekte Überleitung für die alte gammelige, stinkige Katze, die sich ins Bild schmuggelte. Heute geht es ihr scheinbar recht gut, da sie sich an ihre früheren Model Skils erinnert. Sie erinnert sich allgemein nicht mehr so, wie das Leben geht. Neben der Taubheit ein großes Problem, der 20 Jahre alten Katzendame.

Ich sag noch zu ihr, als sie in ihre Pose ging, Models machen aber nicht einfach so unter sich, Schneggi… doch beim Klick hatte Paisley es schon vergessen und schaute mich fragend an.

Tischdeko-mit-Katze-vor-schwarzer-Wand.jpg

„Und sie, wer sind sie und was machen sie hier, in meiner Wohnung?“

Ich trug sie zu ihrem Kissen, zog die Wickelunterlage glatt, fühlte ob noch alles trocken war und setzte sie ab. Das Katzenköpfchen fest an meine Stirn gedrückt, spüre ich einen kurzen hellen Moment und ihre Dankbarkeit.
Wieder ein kleines, großes Weihnachtsgefühl.

Noch ein kurzer rundum Blick.

Wohnzimmer deko monchrom

Ins matte Schwarz.

Deko-Weihnachten-schwarz-matt-minimalistisch.jpg

und graue Grün.

zimmerpflanzen im Wohnzimmer, deko keramik, grau

Das ist dir alles nicht weihnachtlich genug?

Dann guck ma raus, in die Welt, da haste Weihnachtlich. Die geballte Ladung Friede, Freude, Eierkuchen. Bäääm!
Besinnlichkeit, Besinnung statt Besinnungslosigkeit- das Wünsch ich mir.
Und nein, ich glaube nicht mehr an den Weihnachtsmann, ich bin einfach nur ne kleine linksgrünverseuchte Zecke mit Hoffnung auf Frieden, Freude, Pustekuchen, Spacecakes, Schokoladenkuchen.

Lasst mich. Nicht Weihnachten. Feiern.
Die Alex,
wünscht euch ein Fest wie ihr es mögen wollt, und nicht wie ihr es müssen sollt.
Fühlt euch frei.

Das Hippiemädchen empfiehlt

Es mischen sich zitrische Frische, blumiges Geranium und ein Hauch Lavendel, als ich beherzt in den Glastiegel greife.
Die runzeligen Gärtnerinnenhände saugen die zitronig, blumige Buttercreme sofort gierig auf und ich genieße diesen kurzen Wohlfühlmoment, während ich die Creme in meine Hände einmassiere.
Recht schnell, sind die Werkzeuge wieder einsatzbereit, da bappt nix. Ansonsten wird das sicher nix mit so ner Handcreme und mir.

Doch the BIG Handcreme  steht auf dem Wohnzimmertisch, da der Tiegel sich optisch prima integriert. Mittlerweile creme ich mir tatsächlich mehrmals täglich meine Hände ein. Wie so ne Überfrau in ner amerikanischen Serie, die sich abends vorm zu Bett gehen, im Neglige´ die Haare bürstet, bevor sie sich die Hände eincremt.

Was sich wie Werbung anhört, ist auch tatsächlich welche.
Einfach weil ich begeistert bin, meine empfindliche Haut zufrieden seufzt, der Duft mich beseelt und die Kosmetik von Alchemy keine Leichen im Keller hat.

Nun schrei ich es in die Welt.
Mehr so Werbung ist das, weißte?

Ist nämlich nicht so einfach, wie man denkt, denn bei der Kosmetik, Haar- und Körperpflege setze ich schon seit Jahren auf Naturkosmetik. Ohne Mineralöle, keine synthetischen Duftstoffe, kein Plastik oder Silikone, ganz ohne gequälte Tiere und ohne mein kleines Geld großen Konzernen zu geben.
Einen meiner ganz kleinen Beiträge die ich leisten kann, um die Welt ein bisschen weniger schlecht zu machen ist Achtsamkeit. Achtsames Verhalten mir gegenüber  und dem Rest. Der Welt.

Jedoch ganz ohne auf den großen „Mein Blog wird plötzlich nachhaltig, fair und grün,“ Zug aufzuspringen. Dafür bin ich schon zu lange grün, außerdem geht das nicht über Nacht und aus schwarz wird auch nicht mehr rein weiß, nicht in dieser Welt. Es ist unsere gottverdammte Weltbürgerpflicht, die nu wiederum zum Trend erkoren und vermarktet wird. Ich mag gar nicht mehr hinsehen, wie Natürlichkeit gerade überall optimiert wird um doch wenigtens der beste, stylische Öko sein.

Ihr verdreht jetzt sicher die Augen und denkt: „Die „kann“nicht mal Avon Beraterin ohne ne Revolution anzuzetteln.“

Und ich sage ja!
Ja zur Revolution.
Wehrt euch gegen Mineralöl, die Abfallentsorgung der Ölkonzerne in von uns teuer bezahlter Kosmetik. Gegen Kunststoffe in und um Kosmetik,  gegen den ganzen Paraben und Sillikonwichs mit all den unaussprechlichen Namen.
Wer sich mir in meinem Badezimmer nicht mit Klarnamen vorstellt, is mir von vornherein suspekt.

alchemy-skin-and-soul, Naturkosmetik, Lieblingsprodukte

Bei Alchemy Skin and Soul geht es um etwas ganz anderes, hier geht es um Liebe zu den Rohstoffen, Respekt vor Mensch und Tier aus Überzeugung. Gemacht mit Händen.
Steht droff wat drin ist. Nicht mehr, nicht weniger.

Vielmehr noch,  die Produkte sehen richtig gut aus und passen toll in unser Bad hier.

Insgesamt machen die Produkte einen sehr ausgewogenen Eindruck auf mich. Soll heißen, es brizzeln nicht sofort rote juckende Pusteln auf, weil zu viel von allem und vor allem vom Falschen, auf alte, doch zarte Gesichtshaut trifft.

Nach übermäßigem Konsum von hochpreisigen Markenprodukten wechselte ich schon vor Jahren, nach einer Perioalen Dermatitis zur Naturkosmetik. Doch irgendwas is ja immer. Zu wenig Pflege, zu viel Pflege, zu viel falscher Geruch und dann dieses Design…
Im Moment bin ich ausnahmsweise mehr als zufrieden mit Reinigung, Pflege und Duft und sogar mit dem Design und deshalb stelle ich euch heute meine Favoriten in Sachen pflegende Kosmetik vor.

Mein Gesicht reinige ich momentan mit Triphala . Mit einigen Tropfen Wasser stelle ich aus dem Pulver schnell eine geschmeidige Paste her, die ein frisch-sauberes, doch samtweiches Hautgefühl hinterlässt.
Steh ich total droff.

Triphala Alchemy, Skin and Soul, Naturkosmetik

Das darin enthaltend Triphala ist eine der kostbarsten Kräutermischungen, die in der traditionellen ayurvedischen Medizin Verwendung findet. Die „Dreifrucht“, ein wahrer Tausendsassa der Zellerneuerung und Verjüngung. Außerdem sind neben Triphala noch Kaolin Ton, Haferkorn, Kurkuma Wurzel, Gewürze und reine ätherische Öle von Geranium, Lavendel und Tee Baum darin enthalten, das aber nur in aller Kürze.

Schaut euch die zahlreichen Anwendungsgebiete und Inhaltsstoffe auf der Etsy Seite von Alchemy skin and soul foods am besten selbst an, um euch ein umfassendes Bild zu machen.
Nach der Reinigung trage ich nur noch die beruhigende Butter and Seed  Creme auf. Hier wurden keine zusätzlichen Duftstoffe eingesetzt, doch duftet die Creme angenehm natürlich nach ihren Inhaltsstoffen. Mehr braucht es gerade nicht, das Gesicht.

Für den Körper habe ich andere Helden für mich entdeckt.
In Shakti steckt eindeutig eine Menge Hippie Energie und der süßliche, leicht holzige Duft von Patchouly, abgerundet von Rosmarin und Lavendel trägt sicher seinen Teil dazu bei. Man liebt oder hasst es.
Keine Frage, ich liebte Patchouly schon als junges Hippiemädchen und mich umgab häufig ein Hauch von Mottenkugeln und Tod, wie es die Mutter eines Freundes nannte.
Sie mochte es wohl nicht.

alchemy-skin-and-soul-shakti-naturkosmetik

Das wunderbar herbwürzige Körperöl kannste dir auch in die Haare schmieren, im wortwörtlichen Sinne. Ein paar Tropfen in die vernachlässigte Kopfhaut massieren, an einem Wochenende auf der Couch, da darf der Ansatz bis zur nächsten Wäsche ruhig mal ordentlich durchfetten.
Keine Sorge, du riechst besser als du aussiehst.

Ich reibe mir zwischendurch mit Shakti den oberen Rücken, den verspannten Nacken und die Schultern ein, das in den Handflächen verbleibende Öl, massiere ich dann in die Haarspitzen, die hochwertigen kalt gepressten Öle geben extra Pflege.

Für mich übrigens der perfekte Energizer nach Mimimimigräne Attacken, die ätherischen Öle üben eine angenehm aktivierende Wirkung auf mich aus.

Außerdem seht ihr im Bild oben einen kleinen Tiegel mit Arnica Creme, eine Art durchblutungsfördernd Rescue Salbe, mit der ich momentan meine schmerzenden Fingergelenke massiere um sie beweglich zu halten. Ich erwarte gespannt die Ergebnisse der Langzeitstudien am eigenen Leib.

Mit der dekorativen Naturkosmetik hingegen, tu ich mich etwas schwer.

Jahrelang ebnete Chanel meine mineralölverstopften Poren und färbte meinen fahlen Teint und schaffte oberflächlich, verlässlich, ein vermeintlich perfektes Bild.
Seit ich kein Chanel mehr kaufe…
Den Satz lass ich jetzt einfach mal so stehn, in all seiner Oberflächlichkeit.

Was ich eigentlich sagen will… ein Make-up auf natürlicher Basis fällt dir bei Regen auch gern einfach mal ausm Gesicht.
Nu schminke ich mich kaum noch, im Gegensatz zu früher aber trotzdem will man das bei aller Political Correctness nicht.
Wer will das schon? Wer will der Wahrheit ins Gesicht … also wer will die Wahrheit im Gesicht….?

Also!

Bei Wimperntusche habe ich schon vor Jahren aufgegeben und blieb dann bei Clinique, aus Gründen.

Wenn ihr da ne Empfehlung habt, die irgendwie mehr als ok is, wäre ich euch wirklich dankbar.

Ihr kennt nun das Geheimnis meiner ewigen Jugend.
Ach und Yoga, ich mach bald Yoga.
Natürlich tut sie das.

Hach, hmmmm, hier, … riech doch noch mal.