Von Sinnen

Es ist längst Zeit für die erste Quartalsabrechnung in 2017. Zeit zurückzublicken auf die Veränderungen, Entwicklungen, Erkenntnisse der letzten 3 Monate, Zeit sich zu besinnen, auf Gesehenes, Gehörtes, Geschmecktes, Getastetes und Gerochenes. Diese, unsere, wertvollen 5 Sinne.

Mit Bedauern stelle ich jedoch fest, es gab scheinbar keine Veränderungen, Entwicklungen, Erkenntnisse, zumindest nicht in eine positive Richtung.
Ehrlich gesagt war ich kurz davor in großen Lettern, „Ich Hasse euren Hass“, quer über den Bildschirm zu schreiben und auf die letzten von Sinnen Beiträge zu verlinken. Hätte gereicht, wäre alles gesagt. So einfach machen wir es uns aber nicht, das kauen wir jetzt durch. Gemeinsam.
Hey, hiergeblieben!

Gesehen…

In einer Gruppe für Wildvögel sah ich unter der Frage, um welchen Vogel es sich wohl handelte, einen grün kotzenden Smiley. Hab ich nicht verstanden. Es ging um einen Habicht oder Sperber, der Fragesteller hat das auch nicht verstanden und fragte nach.
Die Antwort signifikant und in gewisser Weise wohlbekannt:

„Schau dir mein Profil an.“ Das war die aussagekräftige Antwort. Ich war zwar nicht gemeint, hab aber natürlich trotzdem geguckt und sah nichts außer Nahaufnahmen von Taubengesichtern oder einem Gesicht, das aussah wie eine Taube.

Ich verstand immer noch nicht.

Die Taubenfrau liebte Tauben. Soweit so gut, aber warum setzt das den Hass gegen diesen, ihr fremden Vogel voraus?
Ich nutzte mein Hirn kurz und stellte fest, der Habicht steht auf Tauben und das ist auch gut so. Find ich.

So funktioniert doch Natur, oder?
Der Habicht macht schon immer solche Dinge, Tauben jagen,  denn der Habicht kann ja nicht in den Supermarkt marschieren und sich ein Taubenersatzprodukt kaufen. Im Gegensatz zu der Taubenfrau handelt er also vollkommen naturgerecht, er sperrt die Tauben nicht ein und beraubt sie ihrer Freiheit, er behandelt alle gleich.

Der hat Hunger.
Kennste sicher, Taubenfrau. Gerne möchte ich dir persönlich grüne Smiley Kotze in dein Taubengesicht kotzen, denn du bist ein Nazi.
Ein ekelhafter Vogelnazi.
Du hast einen Vogel. Außerdem hast du eine Taube, somit hast du in deinem Taubenhirn daraus geschlossen, andere Vögel zu hassen. Dein Vogel ist Fressfeinden nicht gewachsen, da kann aber ja der Habicht nix für, eigentlich kannst nur du was dafür.

So ist die Welt heute.
In allen Bereichen.

Es sind immer die gleichen Reaktionen, kotzende Smileys und 3 bis 7 bedeutungsschwangere Worte, die Unheil verkünden aber nichts aussagen außer Verachtung. Wer je in seinem Leben Ungerechtigkeiten erfahren hat, wem auch immer ein Furz quer sitzt… Hat Internet.

Rezept für vermeintliche Zufriedenheit:

Als erstes entledigt man sich jeglicher Mitverantwortung. Als feige Sau, bleibst du im Feinripp und schaltest einfach das Internet ein.

Du suchst dir ein Thema, dass mit deinem eigentlichen Problem überhaupt nix zu tun hast, aber das weißt du nicht und alle anderen ja auch nicht.
Unter dieses Thema knallst du erst mal einen kotzenden Smiley.

Später wirst du mutiger und bringst es schon auf 3, mit Ausrufezeichen.

Dienstag wirst du es mit Worten versuchen.

Donnerstag schon sollen gefälligst die anderen doch auf dein Profil schauen, wenn sie dich verstehen wollen.

Samstag ist der große Tag und du brüllst ein „Gutmensch“ und irgendwas mit grün oder war es rot? Auf jedenfall war es versifft, in die Kommentarspalte. Fotze löschst du. Vorerst.

Sonntag aber,
ich will gar nicht wissen was du am Sonntag machst, sicher hast du mir schon einige verdorben, geht es dir besser?

Nicht wirklich, denn sie sind alle noch da, die Gutmenschen, die Fotzen, ob rot oder grünversifft, alle noch da.
Also ich, als ewiger Besserwisser, würde dir nahelegen die Strategie zu ändern.

Damals, in der Pupertät und auch noch ein paar Jahre danach, da probierte auch ich diese simple Strategie aus, klar. Schuldige sind schnell gefunden. Da der Mensch allerdings über die Grenzen hinaus für seine Lernfähigkeiten bekannt ist, nahm ich die Herausforderung an und dachte nach.
Der Ehre halber. Evolution und so.

Was soll ich sagen, es lebt sich glücklicher mit Sinn und Verstand, und Anstand vor allem. Die wirklich Schuldigen sind benannt, denn die gibt es, sicher. Such sie und kotz denen deine grüne Kotze in die Fresse, live und in Farbe. Das braucht Eier im Feinripp, doch dann, weisste, dann kannst auch du so ein tolles Leben führen, wie Ausländer, Flüchtlinge, Homosexuelle, Hartz4 Empfänger oder gar ich.

*Über die Taubenhasser andererseits und die armen Tauben, die diese grüne Smiley Kotze fressen müssen, weil sie für die meisten Menschen nichts wert sind, lasse ich mich jetzt nicht aus. Ihr seht selbst, das Fass hat keinen Boden.

Gehört…  

Der Türke, nennt uns Nazis, wahrscheinlich hat er Focus online auf Facebook abonniert, da liegt die Schlußfolgerung nahe. Ob in Deutschland, Holland, Frankreich und auch in der Türkei, plädiert man auf eine beängstigende Weise dafür, sich erst mal um sich und sein Land zu kümmern. Getreu dem Motto Amerika first, schauen alle nicht mehr nach links und rechts. Wenn überhaupt, nur noch nach rechts.

Mach das mal draußen, in der Realität, auf der Straße, da kommste nicht weit.

In Echt musste die Aue off mache, sonst guggste doof.

Was soll das also? Langfristig wird das kein gutes Ende nehmen, da braucht man gar kein Genie zu sein. Da kann man sich ruhig den ein oder anderen Titel gekauft haben, das kann man trotzdem verstehen, denn das zeigt die Vergangenheit.
Die Verrohung einer Gesellschaft durch Überfluss, vor allem medialem allerdings, ist neu. In der Vergangenheit gab das Volk machtgeilen Diktatoren aus Verzweiflung, Not und Hunger nach.
Heute verwechselt man etwas Grundlegendes. Anscheinend fließen ausschließlich Unterhaltungswert und Performance ins Bewertungssystem. Argumente oder gar Wahrheiten, Ziele oder Motivation werden gar nicht gefordert.

Lügen, Übertreibungen und Propaganda hingegen werden dankend angenommen, sie tragen quasi zur eigenen Identifikation bei. Wenn man sich verstanden fühlt und sich dieses „Endlich sagts mal jemand Gefühl einstellt, ist man eben leicht beeinflussbar.“

Das gilt natürlich für alle Seiten. Ich neige grundsätzlich erstmal zu Skepsis. Begründet, durch Leben.
Erzählt mir jemand also genau das, was ich offensichtlich hören will… bin ich raus.

Finden alle plötzlich Martin Schulz total authentisch und großartig und kann es nur noch einen geben… dann bin ich raus. Noch bevor er sich den roten Umhang umwirft.
Is mir suspekt.
Er hat es aber auch nicht leicht.
In ihn legt man sozialdemokratische Hoffnungen. Eine Chance, es scheint die letzte, für alle, jetzt nur keine Fehler machen. Nicht auszudenken, wie schnell hat ein Jünger im Überschwang den Umhang mit dem schnittigen, SS, Super Schulz Logo bestickt und der Skandal ist da.
Dem beugen wir vor, wir sind einfach alle Schulz, also die.

Ich möchte vergleichend anmerken, ich kenne „The Walking Dead“ und da sind alle Negan. Nicht das ich nicht Negan wär, ich bin so Negan Baby…. aber nimmt das ein gutes Ende?

Da sagt ein Politiker:
„Arbeit bezahlen, auch Pfleger und sicher auch Friseure, die hat er nur vergessen.“ Das kann ich doch nicht beklatschen, das sollte selbstverständlich sein. 100%.
Mir verursachen ständige Wiederholungen Übelkeit und meine Alarmglocken klingeln.

Normale Dinge werden dir mittlerweile als Besonderheiten vermarktet. Wertsteigernd, zum Hype.

Blender, alles Blender, ich will gar nicht wissen wie viele heute herangezogen werden. Jeder 10 jährige Panz kann sich bestens präsentieren, is aber doof wie n Flummi.

So will es die Gesellschaft, so lehrt man heute.
Zeig, was du kannst, oder glaubst zu können oder besser mal gekonnt hättest.

Egal. Zeigen! Show your Tits.

Verknüpfen, überdenken, verwerfen, neu orientieren vor Festlegung… wer soll denn das bezahlen, wer hat denn dafür Zeit, ist das gewollt?

Also gilt es in schneller Abfolge Signale zu senden, die sich leicht in übersättigte Hirne fressen können. Zeig dich, wie man dich sehen will, wie du sein solltest.

Egal.
Erstmal.
Später dann, wischen wir den überflüssigen Glitzer auch wieder weg.

Wie respektlos doch, wie eklig.

Mir massig Honig ums Maul schmieren und mich mit klebrigem Mund zurücklassen, is nix für mich. Das erschwert mir meine eigene Meinung kundzutun, da krisch isch Gänsehaut und diesen komischen Gesichtsausdruck.

Apropos komischer Gesichtsausdruck. Trump! Wann endet denn dieses Experiment, bitte?

An allen Fronten, in allen Ländern und egal in welche politische Richtung man schaut, alles is irgendwie drübber.
Außer jetzt Intelligenz und Moral, die is drunner, aber sonst…

Alles ist Disco, alles is Glitzerfummel, ich sehne mich nach der guten alten Cordhose,  etwas abgewetzt am Oberschenkel und am Saum so bissje abgetreten.

Die Erfahrung und das Leben schmuggeln mir jetzt leider einen Heiermann großen Pissfleck auf diese Cordhose, in meinem Bild.
Wenn du Photoshop kannst oder Photoshop Phillip kennst, kannste das wegmachen und deine Gedanken sind wieder rein, jedoch nicht authentisch, ein bisschen biste dann natürlich ein Blender, aber geht schon.
Wenn du nicht weisst was ein Heiermann is, weil du erst 17 bist, musste nun leider aus deiner Anonymität raus, mir einen Kommentar hier hinterlassen, meinem Facebook und Instagram Profil folgen und dann kläre ich dich selbstverständlich auf.
Was bei dir schiefgelaufen ist, dass du hier gelandet bist weiss ich aber och net… Altaaa du bist 17, geh weg hier, hab Spaß.

In welch armseligen Welt wir leben.
Jede Bestätigung wird wie der kostbare Tropfen Wasser in der Wüste aufgesogen und wird zum Treibstoff des Egos. Eine Welt, in der Staatsoberhäupter die eigene konstruierte Wahrheit, als die ultimative Wahrheit propagieren und jede andere Ansicht verfolgen, bestrafen, zerstören.

Auf gut deutsch, wat n dat fürn Fuck?
Oder auf Türkisch, wat n dat fürn Fuck!

Wieviel Vertrauen die Menschen fahrenden Zügen entgegen bringen, so dass sie wieder und wieder blind aufspringen, ohne weder Gefahr noch Ziel auch nur zu erahnen.

Da ich von Politik  ja keine Ahnung hab, erkläre mir Dummchen doch bitte mal jemand, macht Frau Merkel eigentlich Wahlkampf in Mallorca? Und wenn nicht, warum eigentlich nicht? Da sind doch Deutsche, die haben doch Recht auf Information…

Oder wie?

Ihr merkt selbst, ich bin ratlos und hilflos und irgendwie auch für 2markfuffzisch angepisst.

Geschmeckt…

Das verdirbt einem doch den Appetit. Wie gönnt man sich bitte Appetit, wenn wiederum Menschen ihren Hunger nicht stillen können, wegen der Gier anderer.
Wer bin ich denn… also wir… was fällt uns eigentlich ein?
Mir fällt da nichts mehr ein.

Getastet…

Das ein oder andere mal habe ich mir auch an den Kopp gepackt, ich hab da auch eine kleine Druckstelle. Da!

♦ Gerochen…

Giftgas. Nee, das riecht man nicht, ich hab auch nur davon gehört, gelesen. Tatsächlich wird sowas hergestellt, um zu töten. Irgendein dritte Welt Land wird sich für die Herstellung sicher her geben.

Ach, Deutschland?
Na, ich sags doch!

Immer dasselbe sagst du?
In der Kategorie „Von Sinnen“ kannst du die Abrechnungen der vergangenen Quartale noch einmal lesen und du wirst leider feststellen wie recht du hast.

Machen wirs doch anders, dann können wir demnächst auch wieder bessere Geschichten lesen.

Machste mit?
Ich frag ja nur, Alex

 

Kugelige Küchenlampen, edel in Stahl

Verdamp lang her, sach isch da nur, alles andere erspare ich euch und mir.
Vor allem mir.

Hallo ihr Lieben.
Das erspar ich uns auch und komme sofort zum wesentlichen, der Küche. Nach nächtlichem Frühlingsputz und Polterabend des Minimalismus, mit hängenden Lampen und stehender Verbindung, nehme ich euch mal wieder mit in unsere Küche.

Der Kerl hat neue, alte Vintage Lampen mitgebracht. Vor Monaten schon. Aus Zeitmangel konnten sie aber erst jetzt eingebaut werden. Schließlich musste die Decke gestrichen werden und auch die Wand schien schon wieder vergilbt, nach exzessiver Kaminnutzung und immer wiederzukehrendem Renovierungsstaub. Auf so manchem Bild kann man im Hintergrund erahnen wo die Streichlinie verläuft, im Wohnzimmer geht’s nämlich bald weiter.

Nu kamen die Lampen nicht ohne Probleme daher, denn der Kerl hatte sie in Gedanken schon über den Esstisch gehängt. In den ersten 2 Monaten zumindest. Mir war eh nicht klar warum die einzige Lampe mit der wir in diesem Haus glücklich waren, ausgetauscht werden sollten?

Zudem stellte sich mir die Frage der Aufhängung, da kamen 3 Kugeln an wabbeligen Kabeln, wie sollten die bitte, schön an die Decke?
Der Kerl hatte die Antwort längst parat, also fast, denn 2 Schienen und Baumarktbesuche später, fanden wir das eher so.
“ Hm!“
Durch die Schräge und die Holzbalken war das ein unruhiges Gestückel und ich stellte zum wiederholten Male die Frage.
„Warum denn nicht in die Küche, rein Materialtechnisch und auch sonst.“
4 Schienen und Baumarktbesuche vorher, fand der Kerl das eher so.

„Hm!“
Nach gestrichener Decke und 4 Monate später dann…

Küche, Edelstahl, Vintage Kugellampen und Kalkputzwand.

Oder?
Der Raum ist nun über die gesamte Länge perfekt ausgeleuchtet und unterstreicht die lange Arbeitsfläche aus Edelstahl.

gubi, bonderup&thorup

Die Lampe über dem Esstisch, ein Entwurf von Bonderup& Thorup bleibt wo sie ist und stammt tatsächlich noch aus den 90igern, genau wie das schwarze Metallgitter übrigens.

Küchengitter

Beides abgelegte Stücke, die ich all die Jahre hütete.
Hier kann ich im Sommer meine Kräuter aufhängen. In den alten, schwarz angesprühten Hängedingern, können sie Wurzeln ziehen oder bis zur Benutzung schön sein.

Hier steht nur noch das kleine Besteck, äh Geschirr.

Obwohl ich mich von so vielen Dingen trenne , komme ich nicht umhin anderen alten Kram wieder zu verwerten. Seit mehr als 20 Jahren kugelte diese Box schon durch etliche Wohnungen, nie kam sie ihrer wahren Bestimmung zugute; nie kam sie auch nur irgendeiner Bestimmung zugute.

Diy Blumenampel

Da hatte ich Mitleid, nahm sie aus und ließ sie vom Kerl durchlöchern.

Diy Blumenampel

Um den Makramee Blumenampel Charakter auf den cleanen, Edelstahl Stil zu adaptieren, habe ich dieses Zpaghetti Garn aus zerissenen Shirts genommen, das hier rumlag.

Diy Blumenampel modern

Durch jedes Loch habe ich Schnüre gezogen, bis es irgendwie gut aussah, außen. Allerdings kann ich keinem zeigen, wie das von innen aussieht.
Unten hab ich einfach so viele einzelne Fäden durch das frühere Kabel Loch gestopft, bis genug war und dann hab ich einen Knoten gemacht.
Gut, der Topf steht innen auf nem riesen Knubbel Schnur, aber wen stört das?

Diy Blumenampel aus alter kugelbox

Das ist jetzt nicht so die Mega Diy Anleitung aber ich bin Zuversichtlich, irgendwen wird’s schon an-oder aufregen. Vielleicht alternativ aus einer alten Metall- oder Holzschale basteln?

Oder auch eben nicht.

Küche Edelstahl, Kalkputzwand schwarz,

Vielleicht mag aber auch jemand die Edelstahl Utensilos an der Wand nachmachen, die Anleitung findet ihr hier.

Küche Edelstahl, weiß, minimalistisch

Der Blausteinboden hat in der Küche endlich die richtige Patina, nach der letzten Ölung kommt langsam die dunkle Farbe und Maserung gut zur Geltung.

Und haben wir eigentlich schon über die tollste Fliegenklatsche gesprochen, die dort am Fenster steht und schon seit dem letzten Fliegenjahr hier für uns tötet?

Küche Edelstahl, weiß, mit Vintage Kugellampen aus Edelstahl

Sonst hab ich erst mal nichts mehr zu sagen, außer das ich jetzt auch bei Instagram bin und mich natürlich über jeden Follower freue.

Noch mehr freue ich mich allerdings, dass hier im Blog Hintergrund ganz gemaaaach gearbeitet wird, dazu bei Zeiten dann mehr.

Und falls ihr noch was zu sagen habt, freue ich mich natürlich am meisten.

Bis bald, sagt die Alex

 

Ein langgehegter Sperrmüllwunsch

Wir schreiben das Jahr 2017 und eine Bloggerin mit nur rudimentärer Internetverbindung scheitert an selbiger. Eingeschränkten Internetzugang kann man sich ja noch schönreden…

„Du, so nutze ich das Internet unglaublich bedacht und wähle deshalb auch genau aus, Vlogs, Videos, Podcasts und all das neumodische Zeuch. Du. Ich brauch das nich, immer und überall mitzumischen. Das tut auch ma gut, außen vor zu sein. Ich mach ja viel draußen. Auch.“
Kreuzt Zeige- und Mittelfinger hinterm Rücken, der Mundwinkel zuckt. 2mal.
Natürlich könnt ich mir mein Internet noch besser einteilen aber das wär ja, wie mein Auto nur zu parken.

Ohne Internetzugang, bewege ich mich unterhalb meiner ohnehin eingeschränkten technischen Möglichkeiten und die Beiträge verlieren so schnell an Aktualität und Brisanz, da fehlt mir oft der Anschluß. An mich. Selbst.

Ich kann weder Kreativität noch Schreibfluss so steuern, wie es die Internetverbindung aufgrund der örtlichen Begebenheiten zulässt.
Andererseits fördern auch gerade diese Begebenheiten beides. Ich sehe zum Beispiel von der Couch aus den Rhein und Schloß Stolzenfels, mittlerweile beleuchtet und das ist nur eine von 3 Burgen in meiner direkten Nähe.

Hier isset schön.
Ein Segen und ein Fluch.

Zum Problem der technischen Leistung gesellt sich nun der schleichende Laptop Tod und somit ergibt sich wiederum ein finanzielles. Im Moment arbeite ich mit dem Equipment vom Kerl und da sieht die Sache nämlich ganz anders aus, doch bald ist der wieder weg.

Der Plan is also folgender:
Ich verkaufe endlich all dat übberflüssije Zeuch dat hey a rummsteht, dann gibts ein neues Laptop. Die Verbindung ist dann immer noch ein Haufen Scheiße aber ich bin nicht mehr so angespannt, weil ich bis dahin den Chef der verfickten Telefongesellschaft entführt und an seinen Eiern in die alte Eiche gehängt habe, die ich ebenfalls von meiner Couch aus seh,
ausgiebig nach Jacobsen entspannt habe.

So in etwa wird das laufen.

Apropos Jacobsen.
Jetzt muss ich aber ma selber lachen, ich habe soeben, neben einer Überleitung meine ganz eigene Jacobsen Entspannungsmethode entdeckt. Völlig ungeplant.

Und wer wie ich, schon einmal einen mehr als unentspannten Entspannungskurs aushalten musste, indem die Therapeutin nasal die Worte: „Gannnsaaiiigeneeskööööaapaaagehfüaahl“  so gaaaanssaiiigen betont, der schmunzelt mit.
Wer nich.
Nich.

Proudly Present: Meine ganz eigene Entspannungstechnik nach Arne Jacobsen.

Ich hatte vor Wochen- ich hätte euch davon erzählt aber wegen dem Tüpp, der da nackisch in der alten Eiche hängt, konnte ich ja nich-
da hatte ich einen geilen Sperrmüllfund.
Rischtisch geil, nicht so mit Orgasmus geil aber schon fast. Wäre ich ein #instagirl hätten wir es hier mit einem eindeutigem #Lifegoal zu tun und ich würde mich nackt auf einem Stapel Stühle räkeln.

Denn eines Abends fand ich mich in freier Wildbahn vor einem Haufen Arne Jacobsen Stühle wieder. Ich schwör, ich hatte n feuchtes Hö-ändchen.

Sperrmüllfund Arne Jacobsen

Während der Begutachtung, verhielt ich mich fast wie ein Triebtäter. Ich betatschte die Jungs, schaute ihnen zwischen die Beine streichelte die Schultern und bemerkte an dieser kleinen Delle, die maschinell, lieblos eingedrückt statt gebogen wurde, mit wem ich es zu tun hatte.

Arne Jacobsen 3107, Esstisch Schwarz, grau Braun, Interieur

Wer eine dicke gut gebogene Lippe riskierte oder aber kein Rückgrat hatte, ich erfühlte es.

Tischdeko Rauchglas Vintage, Kastelhelmi, stelton, Arne Jacobsen Stühle

Nur einer hielt den direkten Vergleich mit dem Original stand. Schlechter Lack und kleine Makel seien ihm auch bei Licht betrachtet, verziehen. Er durfte ruhig noch  länger bleiben.

Arne Jacobsen 3107, Esstisch Schwarz, grau Braun, Interieur

Die Fakes wurden entlarvt und müssen gehen. Ich hatte recht schnell den Durchblick.

Für den Kerl fiel noch ein Schreibtischstuhl ab, von Vitra. Nicht so schööön aber er brauchte einen für kurze Zeit im anderen Heim, perfektes Timing also.

Danke Sperrmüllgott, ich dachte nicht, dass du mir diesen langgehegten Wunsch tatsächlich erfüllen würdest. Meinen Lieblings Designerstuhl auf dem Sperrmüll zu finden, das war mehr so ne Spinnerei, seit Jugendtagen. Diese Liebesgeschichte konnte man bereits hier lesen.

Mein innerer Al Bundy erwacht kurz, in zackigem Vor und Zurück bewegt sich der Arm , die Lippen formen ein hysterisches, schrill klingendes, wiederkehrendes, „Striiikeee, Striiiiiiikeeeee.

Arne Jacobsen 3107, Esstisch Schwarz, grau Braun, Interieur

So sieht das jetzt aber auch schon nicht mehr aus, denn der Kerl hatte schon vor der Messe 3 neue alte Vintage Lampen mitgebracht, die alles und nichts verändern. In der Küche wird gerade ein neues Diy Projekt gestartet und dann war da noch dieses ominöse Bild aus Metall…

Esstisch Deko, Rauchglas Vintage, Monstera, Iittala Kastelhelmi, Stelton

Ich würd ja täglich bloggen, ach was red ich stündlich, an mir liegts ja nicht…

Wat sachste?
Ich sach. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen aber ansonsten läuft s ja auf Umwegen, am End, schon irgendwie wieder in ausgeglichenen Bahnen.

Oder ist das jetzt zu viel Optimismus?

So ganz hab ichs noch nicht raus…

Der Kerl sagt, Al Bundy sagt:“ Die ganze, verdammte Welt gehört zugeschissen.“

Klingt auch vernünftig, auf eine Art…

RMDS- RituellesMonkscheDekoSyndrom oder das Grauen im Schlafzimmer

Die Tage sind längst um.
Sowohl die hormonellen, in der ich in der Regel dekoriere, als auch die, an denen ich euch die versprochenen Messeneuheiten präsentieren wollte. Diesen Beitrag wollte ich gerne um eigene Dy Alternativen ergänzen und da hab ich grad keinen Kopp für.
Joo, dat is wie mit Paris, denkt der eingefleischte Leser. Rischtisch.

Jetzt werd ma net komisch hier. Kommt noch. Alles zu meiner Zeit.

Meine Zeit habe ich mal wieder ausgiebig im Bett verbracht. Nicht auf der Couch geruht und zwischen Internet und Tv, nebenbei kurz gelesen, sondern im Bett.
Da ich der Kerl nur am Wochenende hier schläft, hab ich das große Bett für mich alleine. Natürlich mache ich es mir trotzdem oder gerade deshalb schön, dekoriere hier jedoch kaum und mache es mir auf nur einer Seite des Bettes kuschelig.

Bett, grau, Leinen, Bettwäsche

Das Schlafzimmer ist leider noch immer nicht fertig. Noch immer schlafen wir in diesem furchtbaren Malm Bett.

Schlafzimmer, grau, diy, Wandbehang mit Federn

Einfach, weil wir uns nicht entscheiden können auch finanziell.
Ansonsten könnte ich schon.
Ein Metallbett, gefällt mir, denn in feuchten Sommern kann es durch die Waldlage schon mal Probleme mit aufsteigender Feuchtigkeit geben, ein geschlossenes Holzbett kommt daher nicht wirklich in Frage. Außerdem ziehen wir als Bodenbelag auch wieder, die mir verhassten, Fliesen in Erwägung, das ist wohl mein Waldhaus Los.

Ausnahmsweise zeige ich euch mal ein Bett, in dem ich gerne viele feuchte Sommer verbringen würde. Und ja, ich bin mir aller Doppeldeutigkeit bewusst.

Dieses Bett fasziniert mich, irritiert mich, ein filigranes Etwas in Messing, mit Spinnenbeinen.

Aber…. warum nicht… is klar, ne?
Gittet nicht in 1,80m und seht ihr diese 3 vorne? Ich nämlich erst ma nicht.
Ich nehm das so, ohne 3.

Schlafzimmer, grau, Leinen

Mir ist klar, unser Schlafzimmer versteht nicht jeder.
Ich kenne die Szenarien:
„Maaaanfreeed“!  (hier bitte Name der Wahl einsetzen)
„Gummo, dat Sandra; Alex.
Die sin su arm, gummo wie dat schlooofe moooß, mit zerrissene Vorhäng, alles grau un Feucht isset unnerum. Grau-en-haft.“

Wandbehang, Kranz, diy mit Federn Traumfänger

Manfred denkt, denne giehtet doch good, wennet noch feucht  unnerum is, sagt aber eindringlich: „Hm.“
Hilde (hier bitte Name der Wahl einsetzen) weiss, mit ein paar hübschen Vorhängen und peppiger Bettwäsche in freundlichen Farben, wäre das Schlafzimmer gleich viel schöner und die Stimmung im Schlafzimmer besser.

Hilde, die Stimmung in unserem Schlafzimmer ist gar nicht schlecht, im Gegenteil, diese Farbe schmeichelt mir und meinem Arsch sehr.
Hilde gehört wohl zu den Menschen die gerne die Verantwortung an andere abgeben und wenn es nur eine Farbe ist.
Grau ist schuld an ihrer schlechten Laune und grün lässt sie fahl aussehen.
Falsch. Du bist! schlecht gelaunt und fahl, Hilde, mach das mal schön selber weg.

Für meine Augen sind diese gedeckten Schattierungen in grau eine Wohltat und ein Balsam für die Seele. Meine Lichtempfindlichkeit dankt der wolkigen Triggerfreien Umgebung und meine Seele fühlt sich tatsächlich umschmeichelt, grau wärmt mich.
Oder besser, grau lässt Raum für Phantasie. Hier können meine Gedanken am Morgen und am Abend ihren Weg in die richtige Bahn finden, frei von jeglicher, ungebetener Ablenkung.

Schlafzimmer, grau, Lichtspiel, Leinen

Und sind wir ehrlich, es poppt sich och net besser mitm Herz aus rotem Plüsch im Bett und ner Bilderwand mit Motivationssprüchen an der Wand.

Tschacka. Do more of what makes you happy, un love un so, be a voice and vor allem Show me your tits. Baby, auch when it´s cold outside. That´s live. Fuck, is the new Black.

You know?
Also ich für meinen Teil, sorge selbst für Motivation im Bett und anderswo.
Ich kann mir das Grauen einfach leisten. Daher antworte ich auf die nächste mitleidige Frage warum hier alles so … grau ist.
„Weil ich es kann.“
Und warum hier sonst nichts im Raum steht?
„Weil es nicht muss.“
Und das kleine Fenster?
„Darf ein kleines Fenster sein, weil da ganz, ganz viele große Fenster sind, da wo ich mit offenen Augen bin.“

Und jetzt ich.

Warum steht da ein Wäscheständer und das Bügelbrett da rum? Und der Staubsauger? Papiermüll? Echt jetzt? Findest du das entspannend, gesund, diese Staubfänger allüberall? Und wieso verdammt, hat jede Wand eine andere furchtbare Farbe?

Ist dir dein Schlaf so wenig wert?

Weil es dort niemand sieht. Sagt Hilde.
Hilde, bist du dir so wenig wert? Sag, sind die anderen dir so viel mehr wert?

Ich verstehe.
Du verstehst?

Hilde sagt, ich soll doch wenigstens die Vorhänge vorbei bringen, zum umnähen.

Schlafzimmer, grau, Leinen, Holzeule

Das könnt ihr und Hilde ja gar nicht wissen, denn ich habe jetzt eine alte Nähmaschine. Che Vin, seines Zeichen treuer Leser, Revolutionär und Ex Schwieger-Neffe, kurz Freund, hat dafür gesorgt.
Würde ich also wirklich wollen, könnte ich diesen Stofffetzen in einen umgenähten Stofffetzen verwandeln. Its Magic.
Aber isso.

Kerzendeko-Kerzenstumpen-Fliese.

Manchmal lade ich gar zu schwarzen, äh grauen Messen. Ich bin ja viel allein.

Kerzendeko-Kerzenstumpen-Fliese.

Und die, zufällig, grauen Federn der Opfer hänge ich mir an die Wand, in halbem rund.

Wanddeko-mit-Federn-diy-grautöne.jpg

 

Die Federn wurden mir freundlicher und freiwilliger Weise von den Vögeln hier im Wald zur Verfügung gestellt. Meinerseits erbrachte Leistungen, wie Winterfütterung, sind meine persönlich, ehrliche Meinung und Überzeugung und entsprechen dem Ehrenkodex, eine Hand wäscht die andere. Somit ist dieses Diy Nachhaltig und voller Liebe. Vielen Dank an meine lieben Federfreunde, für diese faire Kooperation.

Ab ins Bett.

Räumt doch vorher den überflüssigen Kram raus, der Staubsauger hat in eurem Schlaf doch nu wirklich nichts zu suchen.

Oder?

Wo haben deine Träume Platz?

Frau Monk und wie sie die Imm Cologne sah

Die Imm Cologne, ist vorüber und auch Frau Monk hat einige Bilder für euch und sogar Text.

Eigentlich wollte ich gar nicht hin und ignorierte Einladungen und Infos dazu, doch der Kerl besorgte derweil die Karten. Im Gegensatz zu mir beschäftigt er sich nicht täglich mit Einrichten, sein Interesse für Wohn Design allerdings, ist sehr groß und er versprach sich Inspiration für neue Diy Projekte. Un ich erst.

Ich sag vorab, ich werde im nächsten Jahr nur noch die Passagen besuchen, die wir in diesem Jahr leider gar nicht schafften, denn irgendwie…..
wie soll ich sagen.
Viele Messen habe ich beruflich schon besucht, in den unterschiedlichsten Branchen, von Tabak bis Haare alles dabei. Doch heute frage ich mich ob das überhaupt noch dem eigentlichen Sinn entspricht Neuheiten vorzustellen, die hier  sowieso nur in geringer Anzahl zu finden waren. Was soll denn da auch noch kommen?

In Zeiten von Margarete Steif und Käthe Kruse waren Messen unglaublich wichtig, der Schlüssel zum Erfolg. Leute aus der ganzen Welt suchten nach neuen Erfindungen. Nur durch die Weltausstellung konnte 1848 die Weihnachtskugel überhaupt ihren Weg nach Amerika und auf den Markt finden.

In Zeiten des Internets, der Blogs und Sozialen Medien, hat selbst der Kerl schon all das Ausgestellte längst gesehen.

Gut, in anderem Holz oder in türkis, statt in gelb aber im Großen und Ganzen…

Daher mag ich es am liebsten, mich mit jungen Designern zu unterhalten. Da spürt man die Leidenschaft zum Produkt, da springt der Funke über und es geht um Qualität und Nachhaltigkeit. Produkte zum vererben. So solls.

Stephan Reichle  is so einer.
Er ging aus dem Bild, als ich die Kamera zückte, sagte ich sollte ruhig näher kommen und versprach mich nicht anzusprechen. 🙂

Wir kamen natürlich ins Gespräch, denn mir fiel unter anderem seine Lampe aus Holzfurnier auf. Denn hier ist mehr Holz als Furnier, keine Beschichtung, kein nix, pur Natur, das sieht man.
Stephan Reichle Design

Auf meinem Bild aber leider nicht.

Die Lampe besticht durch die Einfachheit des Designs, man sieht ohne Umschweife woran man ist.  Er erklärte mir worin die Schwierigkeiten in der Bearbeitung lagen und wie er ihnen dann doch auf die Spur kam.

Mir gefällt diese Liebe zum Detail, die sich auch in diesen Salz und Pfeffermühlen wieder findet, sehr.

Stephan Reichle Salz und Pfeffermühle.JPG

Leider sind die kleinen Handschmeichler auf der Internet Seite noch gar nicht zu sehen, denn: „Ich habe selbst noch gar kein richtiges Foto davon, so neu sind die“, sagte er lächelnd, und „Eigentlich sind es bisher auch die einzigen“.
Die Vorbestellungen hingegen sind zahlreich, er selbst wirkte etwas überrascht, mich wundert das überhaupt nicht.

Mit höchster Sorgfalt wählt er die Materialien aus. „Die sollen schließlich in 30 Jahren noch funktionieren.“  Einzelteile sollen möglichst „aus der Nähe kommen, für das Mahlwerk zum Beispiel stieß er bei Recherchen auf den letzten Hersteller der seine Produktion nicht nach China auslagert, sondern noch selbst produziert.
Unter uns, Peugeot macht das wohl auch nicht mehr selbst.

Mit dieser Einstellung rennt er durch offene Türen, mitten in mein Herz.
DAS fehlte mir in den anderen Hallen oft.

Dort gab es oftmals genervte Aufpasser die auf ihr Handy starrten, schließlich sind es nur die Publikumstage, die Aussteller sind möd, oder nicht mehr da, die dicken Fische längst im Netz.
Die ganz Großen und die ganz kleinen mal ausgenommen, da stimmt der Service meist, entweder aus Tradition, Routine oder aber aus Prinzip und Anstand.

Woanders konnte man mir keine Auskunft geben über die neue Wohnaccessoires Linie, denn die Mädels waren darin nach eigener Aussage noch nicht gebrieft. Doch sehr gebrieft in Sachen säuseln:
„Wofür machst du denn die schönen Fotos, doch nicht fürs Familienalbum?“
„Ich Blogge.“
„Wieviele Follower?“

Ich verschlucke mich am kostbaren Orangensaft…. kleine Bemerkung am Rande…. 2,50€- 4.80€ fürn Wasser, am Snack Stand. Verbrecher.

„Keine, ich hab … Leser.“
„Ach das ist ja supieee, hast du ne Karte da?“ Kramt in der Schüssel, aus dem ihr unbekannten Material, gibt mir eine Karte mit Pressecodes, blabla, wir freuen uns blabla, wenn du über uns schreibst. Bla“
„Neee, keine Karte, ich bin nur…. “  Ich bemerkte, wie ich mich abwertete….
Na Supieee.

Freundlich lächend verabschiedete ich mich, griff einen Schokoriegel und nahm mir vor, den gleich fürn Zehner zu verticken.

Das is nix für mich, ich kann auch nicht in Gruppen geführt solche Veranstaltungen besuchen, ich muss da durch laufen, von hier, nach da und nochmal nach dort. Wie ein Flummi.
Das kann selbst der Kerl nur bedingt aushalten und führt mich zwischendurch wieder auf den rechten Pfad-
Einige Hallen haben wir gar nicht betreten; alles schafft man nicht an einem Tag wenn man den Arsch nicht aus dem Bett kriegt.
Die absoluten Küchen und Schlafzimmer Hallen haben wir uns geschenkt, das überforderte mich total. Deshalb hier nur einige Highlights im vorbeigehen, wie zum Beispiel diese Küche aus Stein.

Küche Obermaterial Stein

Echt, Stein, krasses Teil.
Oder lieber Hochglanz, weiß?

Keine typische Holzküche. Gefällt mir sehr gut.

Es gab die tollsten Produkte aus Holz zu bewundern, fernab von Massenproduktion. Genau wie dieser Schalensessel aus Holz!


Großartige Stücke, auch wenn ich so nicht wohnen würde, schätze ich jedes einzelne dieser Teile als handwerkliches Kunstwerk.

Ob in Acryl gefasstes Holz als großer Tisch oder dieses Board, für jeden Geschmack war etwas dabei.
Das ist meiner.

In Sachen Holz bin ich nicht so der helle Scandi Typ aber is euch ja längst klar.

So verbrannt, kohlig, könnte ich mir gut bei uns vorstellen.

Nicht ganz so düster aber nicht minder beeindruckend ist dieser Tisch.

Baumstamm tisch

Ich bin mir nicht sicher ob euch die Dimensionen klar sind? Das ist wirklich ein sehr, sehr großer Tisch und der Anblick dieser Kombination hat mir schlicht den Atem genommen.

Im Gegensatz zu:
Das Haus. Puuh!
Da bin ich raus.
Ich war immer ein großer Fan davon, wie unterschiedliche Designer das Haus einrichten, designen, füllen. Wie auch immer man es nennen mag, ich hab es nicht gerafft.

Es geht wohl grob darum auf einem Raum zu leben, kein Mensch braucht nach Todd Brachers Meinung einen extra Raum zum Schlafen. In New York; wegen begrenztem und teurem Wohnraum, sollte man darauf verzichten, las ich.

Für mich zum Beispiel ist das ein No Go, denn ich brauche einen separaten Schlafraum, migränebedingt ohne Küchengerüche, denn Schlafhygiene ist ein wichtiges Gut. Ansonsten esse, koche und wohne auch ich in einem Raum, das ist ja nu nix Neues.
Sorry, wir reden doch hier nicht davon Raum zu sparen, weil man arm ist und muss. Es geht um hippes Großstadt leben, zu utopischen Preisen. Hab ich genug Platz für Designer Gedöns, kann ich auch für Schlafplatz sorgen. Ich habe nur dieses eine Foto gemacht, das allein inspirierte mich in Raum 1.
Im 2. dunklen Raum konnte ich nix sehen und bin auf dem Fuß umgedreht und dieses famose Außenbad, symbolisiert Freiheit oder so.

Deutschland hat irgendwat mit minus 17 grad….. whaaaat?

Andere hingegen wärmen ihre Schampusflaschen mit Web? Pelz?

Ach ich wills gar nicht wissen, mir ist ganz schwindelig vor lauter Kopfschütteln.

Bei den Italienern konnte ich mal wieder nicken. Perfektes Design, manchmal etwas drübber aber immer so, so, italienisch. Vegane Leser guckt nochmal grad weg, denn hier kommt ein wunderschönes, riesiges Ledersofa, gegen das mich der Kerl sofort eintauschen würde. Er hat es natürlich nie so deutlich gesagt aber ich bin ja kein Designer, ich bin Realist.

Mit mehr Kissen sieht es aus wie unser Sofa. Wir brauchen  mehr Kissen, hörste Kerl? Keeerl?

Mein Blick auf die Imm ist nur ein kleiner Spuck. Nur ein Bruchteil konnte ich erfassen, nur eine mini Auswahl davon zeigen. Natürlich sind es Dinge die mir gefallen und ich habe versucht, nicht die üblichen Verdächtigen in den Mittelpunkt zu rücken.
Selbstverständlich waren die Stände von Muuto, Thonet, Bretz, Knoll, String und co. mehr als eine Augenweide, doch bei dem hier gezeigten hab ich den „Keeeeeerl“ gerufen. Das hat mich begeistert, sei es durch Farbe,

Form,

Individualität oder Qualität.

Wertigkeit, aber auch eine Menge Geld spielten hier eine bedeutende Rolle.

Dabei bin ich ein großer Fan von Möbeldesign, das Schränkchen von Andersen, oben, würde ich täglich streicheln, mit dem Finger die kleine neckische Kerbe….

Hier wohnen Stühle von Arne Jacobsen, Marcel Breuer und Thonet, das Wilkhahn Sofa hat Hans Peter Piehl designt. Ein Componibili erfreut mein Herz und der gewonnene, blöde Affe von Kay Bojesen hängt hier auch noch immer rum. Meine Lampe von Bonderup and Thorup wollten andere wegwerfen, ich trage sie seit 30 Jahren mit mir, doch heute kostet sie bei Gubi mehr als 400€.

Was wiederum ein Schnäppchen ist, gemessen an … allem.

Mir ist das alles zu viel; von allem. Zu elitär, zu wichtig, oft weltfremd oder vielfach das gleiche wie woanders, nur in grün.

Ich wohne gern aber das geschieht irgendwie aus mir heraus und das geht bei der Masse an Eindrücken auf Dauer verloren, das will ich nicht. Da ich nicht beruflich Messen besuchen muss, um Vergleiche anzustellen, werde ich meine Eindrücke weiterhin besser quasi auf der Straße sammeln.

Es gibt viel zu viele schöne Dinge, in den unterschiedlichsten Stilen, alle gefallen mir auf ihre eigene Art und Weise.
Da ist derfast schon  rustikale Hocker mit Gravur,

genau so wie das minimalistische Monk Regal;

oder den gekachelten Bullerjahn Ofen.

Am End stellten wir fest, mit unserer Vorliebe für düsteres Wohnen im dramatischen Stil, mit rustikalen Elementen, voll im Trend zu liegen.

Die Tage gibt es noch einen weiteren Beitrag, indem zeige ich euch einige Inspirationen zum Thema  Deko und Wohnen mit Pflanzen und wie ich mir das alles im Waldhaus vorstelle, für lau.

Deshalb waren wir doch da, sagt die Alex
Und ihr? Noch da?